Eltern wollen Vielfalt statt Einfalt in der Bildung!
vom: 24-09-09
BERLIN. Zu einer vom Philologenverband (DPhV) in Auftrag gegebenen Umfrage des Instituts FORSA zur Zukunft des Schulsystems in Deutschland erklärt die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende, Cornelia PIEPER:
Wie die Umfrage zeigt, lehnt eine große Mehrheit der Eltern eine Einheitsschule ab, sie wollen eine Vielfalt an pädagogischen Konzepten und eine größere individuelle Förderung ihrer Kinder. Man könnte auch sagen: Lasst viele Blumen in der Bildungslandschaft blühen! Die Forderungen von SPD und Grünen, schönfärberisch "längeres gemeinsamen Lernen" genannt, sind weder zielführend noch populär. Vielmehr sollte sich die Individualität und Einzigartigkeit unserer Kinder in der Vielfalt unserer Bildungsangebote widerspiegeln.
Dazu brauchen wir bundesweit vergleichbare Bildungsstandards und Schulabschlüsse, mehr Eigenständigkeit von Schulen und mehr neue Lehrer. Die Durchlässigkeit in der Bildung entscheidet über die Durchlässigkeit in der gesamten Gesellschaft und damit über mehr soziale Teilhabe und den Aufstieg jedes Einzelnen. Wir müssen mehr Schülern, auch später als nach der vierten Klasse, den Übergang in das Gymnasium ermöglichen, denn die Zahl der Schüler, die das heute betrifft, ist viel zu gering. Individuelle Förderung, kleinere Klassen und mehr Lehrer kosten aber auch mehr Geld. Deutschland braucht höhere Bildungsinvestitionen , um den wichtigsten Rohstoff, nämlich "das Gold in den Köpfen" zu heben! Davon hängt die Zukunft unseres Landes ab. Bessere Bildung ist die soziale Herausforderung des 21.Jahrhunderts! Also machen wir uns endlich unabhängig von Ideologien und hören auf die Ergebnisse der Bildungsforschung, anstatt Bildung an den Interessen der Eltern und Kindern vorbei zu gestalten. Das Kind steht im Mittelpunkt einer guten Bildungspolitik.>
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