
Herzlich willkommen im mehr als 1200 Jahre alten Halle an der Saale, der größten Stadt Sachsen-Anhalts. Ihre erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 806. Den Salzquellen verdankt die Stadt ihren Namen. Hier bin ich geboren und aufgewachsen, hier leben meine Familie und meine Freunde, hier habe ich meine Wurzeln. Die Stadt liegt im Herzen Mitteldeutschlands, einer Wiege der deutschen Geschichte. Hier lebten und wirkten Martin Luther, Philipp Melanchthon, Georg Friedrich Händel, Christian Thomasius, Dorothea Erxleben und viele andere mehr. Der Architekt der Deutschen Einheit Hans-Dietrich Genscher ist hier geboren und zur Schule gegangen.
Halle ist seit langer Zeit durch Wissenschaft und Kultur, aber auch durch Industrie und Handel geprägt, hier kreuzten sich schon im Mittelalter traditionelle Handelsstraßen. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg blickt jetzt auf ihr 500-jähriges Bestehen, 1695 gründete August Hermann Francke die dann nach ihm benannten Stiftungen. Die Deutsche Akademie der Naturforscher - Leopoldina hat die längste Tradition, renommierte Einrichtungen wie das Institut für Wirtschaftsforschung haben hier ebenso ihren Sitz wie die Burg Giebichenstein nicht nur Inbegriff einer alten Burg an der Saale ist, sondern zugleich für die Hochschule für Kunst und Design. Maschinenbau und Chemie bestimmten das Bild ebenso wie heutige Entwicklungen, die etwa durch den rasant entstehenden Wissenschafts- und Innovationspark gekennzeichnet sind, in dessen Umfeld bereits Technologie- und Gründerzentrum oder Biotechnologiezentrum mit ihren Firmen für zahlreiche neue Entwicklungen sorgten. Ausführliche Informationen zur Stadt, ihrer Geschichte, zu den Bauwerken und Denkmalen und vieles andere mehr finden Sie direkt bei der Stadt Halle. Wagen Sie doch einfach diesen Spaziergang. Sie werden ihn sicher nicht bereuen.
In Halle, so heißt es seit altersher, gibt es Hallenser, Halloren und Hallunken. Hallenserin bin selbst, Halloren sind die Angehörigen der "Salzwirkerbrüderschaft im Thale zu Halle" und Hallunken angeblich all jene, die ihrer Heimatstadt den Rücken kehrten. Der in Halle so verwurzelte Liberalismus reicht weit zurück: Nicht nur August Hermann Franckes Wirken trug aufklärerische, ja liberale Züge - schon vor rund 1000 Jahren wagte "Ludwig der Springer" den geschichtsträchtigen und zugleich befreienden Satz aus dem Kerkerturm der halleschen Burg Giebichenstein in die Saale, in die Freiheit und in die Arme seiner Geliebten, Elisabeth von Thüringen. Ludwig der Springer - ein bisher verkannter Urvater des Liberalismus? Warum nicht.
Vielleicht waren es die wechselvolle Geschichte und die vielfältigen Einflüsse, die den Geist der Hallenser formten. So wundert es nicht, dass Aufklärung und Liberalismus in unserer Stadt auf fruchtbaren Boden fielen und gediehen. Ebenso scheint es fast selbstverständlich, dass die Liberalen bei der ersten Landtagswahl nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1946 in der damaligen preußischen Provinz Sachsen (aus der dann das Land Sachsen-Anhalt mit der Hauptstadt Halle hervorging) ein Ergebnis von fast 30% erzielten und mit Prof. Dr. Erhard Hübener den ersten Ministerpräsidenten stellten. Da ist es wohl nur allzu verständlich, dass die liberale Landesstiftung den Namen dieses Mannes trägt und ihren Sitz in Halle hat, wo Sie obendrein ein Regionalbüro der Friedrich-Naumann-Stiftung, der bundesweiten Stiftung für liberale Politik, finden.
Ihre

