Freitag, 3. Juli 2009Unterricht an der Granseer Siemens-Oberschule gewürdigt
Die Gäste des gestrigen „5. Tages der Technik“ in der Granseer Werner-von-Siemens-Oberschule waren so des Lobes voll, dass Schulleiter Reinhard Witzlau gelegentlich sogar etwas rot wurde. „Wenn ich die Granseer Schule mit den anderen 100 Bildungseinrichtungen vergleichen sollte, denen die Siemens-Stiftung gleichfalls Wetterstationen zukommen ließ, dann wäre sie ganz oben bei 99“, sagte Werner Busch. Das Ziel der Siemens-Stiftung, so deren Bildungsbeauftragter, sei hier voll erreicht worden. Den Kindern würden Bildung und Technik in einer beispielhaften Art und Weise beigebracht, sogar abgestimmt auf die Interessen der einzelnen Schüler. „Wir haben unser Geld richtig vergeben.“
Mit Hilfe der von der Siemens-Stiftung einschließlich Software übergebenen Wetterstation lassen sich von den Schülern vor Ort alle Wetterdaten wie Temperatur, Wind oder Luftdruck ermitteln. Dabei geben die Sensoren die Werte alle zehn Minuten an den Rechner. Von „praktischem Lernen“ unter dem Motto „Klimawandel und Schule“ war die Rede. Künftig sollen die Daten als lokales Wetterbild auch auf der Internetseite des Amtes Gransee auftauchen, was Amtsdirektor Frank Stege ausdrücklich begrüßte. Doch trotz aller Erfolge in der Berufsvorbereitung seiner Schüler erklärte Schulleiter Reinhard Witzlau unverhofft: „Im Vorjahr hatten 70 Prozent unserer Abgänger vor Schuljahresabschluss einen Lehrvertrag in der Tasche, in diesem Jahr sind es 53 Prozent.“ Und er fragte laut: „Was können wir bloß noch tun?“ Im kommenden Jahr stärker mit den Eltern kooperieren, gab er selbst als Antwort, während ihm seine Gäste aber versicherten, dass er auf dem richtigen Weg sei. Quelle: Märkische Allgemeine von Wolfgang Gerth Donnerstag, 2. Juli 2009Die Verbeamtung von Lehrern ist überholt
Medienschau
Die MZ sprach mit Partei-Vize Cornelia Pieper über ihre bildungspolitischen Vorstellungen Cornelia Pieper, Partei-Vize der FDP, hält die Verbeamtung von Lehrern für überholt und setzt auf ein bundesweites Zentralabitur. Mit der Politikerin sprach unsere Korrespondentin Sibylle Quenett. CORNELIA PIEPER: Ich bin zuversichtlich, dass die FDP ihr Ziel erreicht, in die Regierungsverantwortung zurückzukehren. Die FDP hat seit 1998 in der Opposition ein gutes Programm für Deutschland entwickelt und jetzt müssen wir auch mal in der Regierung beweisen, dass wir es besser können. An wessen Seite? PIEPER: Gerade in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise kommt es darauf an, dass man Schulden abbaut, den Haushalt konsolidiert, den Arbeitsmarkt fit macht und dem Wettbewerb des internationalen Bildungsmarktes standhält. Aus meiner Sicht geht das angesichts der Programmüberschneidungen am besten mit der Union. Gehören soziokulturell die Wähler der Grünen nicht längst zum bürgerlichen Lager dazu? PIEPER: Wenn man sich die linke Programmatik der Grünen anschaut, merkt man davon nichts. Sicher zählen zur Grünen-Wählerschaft viele aus den Reihen der Besserverdienenden, die sich mit dem Wahlzettel verhalten wie einst beim Ablasshandel. Ich habe sowieso Schwierigkeiten mit dem Begriff "bürgerliches Lager", weil die Konturen zwischen Union und SPD mittlerweile recht verschwommen sind. Sie sprechen von Schuldenabbau. Wie glaubwürdig können die Liberalen angesichts der Haushaltslöcher als Steuersenkungspartei überhaupt noch sein? PIEPER: Grundsätzlich sagt die FDP, das beste Konjunkturprogramm wäre ein Steuersenkungsprogramm. Wenn beim Bürger mehr Netto vom Brutto ankommt, kann er auch mehr ausgeben. Das wäre eine Ankurbelung der Binnenkonjunktur. Wir kritisieren das Programm der Bundesregierung, weil es nicht schnell greift und nicht zielgerichtet genug ist. Steuersenkungen sind wichtig. Wenn wir neue Impulse, neue Investitionen und neue Jobs wollen, müssen wir mit den Steuern runter. Mehr Netto vom Brutto ist für die Bürger auch mit Blick auf die private Vorsorge, etwa bei der Rente, nötig. Alle Parteien sehen in der Bildungs- und Forschungspolitik ein Schlüsselthema. Wo ist der besondere Ansatz der FDP? PIEPER: Wir setzen klar auf mehr Eigenständigkeit von Schulen und Hochschulen. Sie müssen auch im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe flexibel reagieren können. Wir kritisieren seit langem, dass die Verbeamtung an den Hochschulen und Schulen fortgesetzt wird. Wir brauchen ohne Frage eine Aufwertung des Lehrerberufs, auch durch eine bessere Bezahlung. Aber die Verbeamtung ist längst überholt. Und wir brauchen dringend bundesweite Bildungsstandards, von der frühkindlichen Bildung bis zur Weiterbildung. Sie gelten als Anhängerin eines bundesweiten Zentralabiturs, das auch in Ihrer Partei umstritten ist. PIEPER: Dafür werbe ich auch weiterhin und lasse nicht locker. Ich glaube, dass ein bundesweites Zentralabitur nicht dem Bildungsföderalismus widerspricht. Im Gegenteil. Wir brauchen ein hohes Niveau im Abitur. Wir wollen die besten Studierenden haben. Das setzt gute Bildungsstandards für ein bundesweit vergleichbares Abitur voraus. Das ist für mich auch ein Thema der Chancengerechtigkeit. Die jungen Menschen im Norden oder Osten des Landes müssen die gleichen Chancen haben wie die in den starken Ländern im Süden, die sich auf Grund ihrer Wirtschaftskraft auch mehr Bildungsinvestitionen leisten können.
Veröffentlicht
in Bildung in Deutschland
um
09:26
Mittwoch, 17. Juni 2009Bundes- und Landesregierung müssen Bildung Priorität gewähren„Bessere und zielgenauere Bildungsinvestitionen sind eine grundlegende Voraussetzung für Wohlstand und mehr soziale Gerechtigkeit in unserem Land. Deshalb sind die Studierenden und Schüler, die an friedlichen Demonstrationen teilnehmen, wichtige Botschafter, um auf die Missstände an deutschen Schulen und Hochschulen hinzuweisen. Kürzungen von 20% in Sachsen-Anhalt führen zum Substanzverlust bei den Hochschulen und würde zusätzlich bedeuten, dass der gerade vom Ministerpräsidenten Böhmer unterschriebene Hochschulpakt II, der für Sachsen-Anhalts Hochschulen zusätzliche Finanzmittel vom Bund vorsieht, wenn keine weiteren Kapazitäten abgebaut werden, nicht abfließen. Es kann aber auch nicht darum gehen, die Uhren zurückzudrehen und internationale Entwicklungen an uns vorbeiziehen zu lassen. Dazu gehört, dass wir am Bachelor- und Master-Modell festhalten. Wir müssen aber endlich für bessere Rahmenbedingungen der neuen Studiengänge sorgen. Es ist ein Debakel, dass die vom Hochschulpakt II geförderten Studienplätze um etwa 800 Euro pro Platz und Jahr unterfinanziert sind. Mit oder ohne Bologna: So kann keine gute Lehre gelingen! Die FDP fordert seit langem eine finanzielle Aufstockung von mindestens 25% pro Studienplatz. Schließlich muss die Bundesregierung dringend ihre Prioritätensetzung korrigieren. Es schreit zum Himmel, wenn wir 5 Mrd. Euro für eine fragwürdige Abwrackprämie opfern, beim soliden Hochschulausbau aber knausern. Es wird Zeit, dass der Bildung in Deutschland wieder Priorität eingeräumt wird! Da reichen nicht Worte, sondern es braucht Taten. Die neu gewählte Bundesregierung wird sich insbesondere an der Prioritätensetzung für mehr Bildungsinvestitionen messen lassen müssen. Dies gilt gerade auch mit Blick auf das jüngst von Bund und Ländern geschnürte Paket von 18 Mrd. Euro für Hochschulen und Forschungsinstitutionen, das immer noch unter Haushaltsvorbehalt steht. Wir sollten gerade in Zeiten der Finanzkrise nicht vergessen: Eine Investition in Wissen bringt die besten Zinsen!“
Veröffentlicht
in Bildung in Deutschland
um
14:04
Mittwoch, 3. Juni 2009Öffentliche Schulen und Privatschulen gleich fördernBetreiber der Schulen in freier Trägerschaft sind in Deutschland vielfach die Kirchen, aber auch zahlreiche private Betreiber. In der Bundesrepublik gibt es rund 4.500 Schulen in freier Trägerschaft, die von mehr als 850.000 Schülern besucht werden. In den vergangenen zehn Jahren gab es dabei eine deutliche Steigerung. Rund 61 Prozent aller Kindergärten werden in freier Trägerschaft geführt, aber nur rund drei Prozent der Grundschulen. Die FDP plädiert dafür, alle Schulen unabhängig von der Trägerschaft bei Personal-, Gebäude-, Sach- und Unfallversicherungskosten gleich zu behandeln. Das würde jedem Kind den Besuch einer Schule in freier Trägerschaft ermöglichen, meinte Meinhardt. Bisher übliche Elternbeiträge könnten damit gesenkt oder abgeschafft werden. Schulen in freier Trägerschaft seien «häufig Motor für neue, innovative pädagogische Modelle», betont die FDP unter Verweis auf den Aufbau von Ganztagsangeboten und die individuelle Förderung der Schüler. Am Mittwochnachmittag stand zu diesem Thema in Potsdam ein Kongress der Liberalen an. Dienstag, 2. Juni 2009Pieper fordert bessere Lernbedingungen für BorlachschuleHintergrund dafür ist der schlechte Zustand des Schulgebäudes. Der DDR-Plattenbau aus den 1960ern ist starkt sanierungsbedürftig: Putz bröckelt im Schulhaus und Schimmel hat sich gebildet, die viel zu grossen alten Fenster sind "blind". Deswegen hat der Landkreis für die Schule EU-Fördermittel beantragt und sie in der Kreisprioritätenliste auf Platz 1 gesetzt. Das Geld sollte für den Umzug in das Gebäude des ehemaligen Novalis-Gymnasiums verwendet werden. Das Haus steht inzwischen seit 2 Jahren leer, jedoch ist nun ein teurer Umbau und Sanierungen notwending, inkl. einer neuen Turnhalle. Das dafür erarbeitete Konzept fiel aber im zuständigen Kultusministerium in Magdeburg ohne genaue Angabe von Gründen durch. Die Vorschläge der Schule erfüllen nicht die notwendigen Qualitäts-Standards für das Fördermittelprogramm. Das Ergebnis: Kein Geld fließt und alles bleibt vorläufig beim Alten. Leider entspricht das Engagement vor Ort nicht annähernd der Substanz des Schulgebäudes. Es ist eine Zumutung für Lehrer und Schüler unter diesen Bedingungen zu lehren und zu lernen. Das überaus gute Konzept der Ganztagsschule allein reicht nicht aus, um die Schüler der Region zu motivieren, diese Schule zu besuchen. Sie kommen i.d.R. aus Grundschulen, die den modernsten Standards entsprechen und müssen sich dann in einem vollkommen maroden Schulgebäude auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten. Ein Abwanderung in andere umliegende Schulen bis ins Nachbarbundesland Sachsen findet statt. Dies kann bei einer Stadt mit über 10.000 Einwohnern nicht gewollt sein."
Veröffentlicht
in Bildung in Deutschland
um
14:45
Donnerstag, 12. März 2009Besuch der Trilingualen Kita und Dreisprachigen Internationalen Grundschule Magdeburg
Seit dem Sommer letzten Jahres haben die Trilinguale Kita und die Dreisprachige Internationale Grundschule Magdeburg der Stiftung Ev. Jugendhilfe St. Johannis Bernburg ihr Zuhause in der Peter Paul Str. 34 in der Magdeburger Neustadt gefunden.
Am Mittwoch (11.03.2009) überzeugte sich Cornelia Pieper, als Mitglied des Bildungsausschusses des Bundestages von der Arbeit in diesem innovativen Bildungsprojekt, dass es Kindern ermöglicht, früh Sprache zu lernen. Die Kita wurde 2003 gegründet, die bundesweit einzigartige Schule folgte 2005 unter großer öffentlicher Anteilnahme. Die Projekte haben einen wichtigen Akzent in der deutschen Bildungslandschaft gesetzt und hat als Modellprojekt Bedeutung weit über Sachsen – Anhalt hinaus. Die Kinder haben die Chance, neben der deutschen Sprache Englisch und Französisch als Alltags- und Umgangssprache zu erlernen. Sie lernen die Sprache dabei nicht in extra geschaffenen Lerneinheiten, sondern „immersiv“. Immersion bedeutet, in die fremde Sprache eintauchen. Dabei ist diese neue Sprache die Umgangssprache und Arbeitssprache. Die Kinder erschließen sich die neue Sprache selbst, nämlich aus dem Zusammenhang, in dem sie gebraucht wird. Der Spracherwerb folgt den Regeln der Psycholinguistik. So lernt ein Mensch auch seine Muttersprache. „Wir möchten den Kindern einen Lern- und Erlebnisort bieten, an dem sie fremde Sprachen und Kulturen entdecken , zu weltoffenen toleranten mehrsprachigen Weltbürgern werden können.“, so Klaus Roth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ev. Jugendhilfe St. Johannis Bernburg, zu den Zielen der Schule. Die Europäische Union hat bereits 1995 das Ziel proklamiert, dass in einem zusammenwachsenden Europa Kinder während der Schulzeit mindestens 3 Sprachen auf einem funktional angemessenen Niveau lernen sollen. Dieses Ziel kann nicht erreicht werden, wenn nicht frühzeitig mit dem Lernen der Sprache begonnen wird.
Veröffentlicht
in Bildung in Deutschland
um
10:44
Dienstag, 24. Februar 2009Pieper fordert bundesweite bessere Lehrerausbildung - Schavan will Manager am Lehrer-Pult sehenPieper fordert in einem Positionspapier eine teilweise Abkehr von der Föderalismusreform I. „Gerade das Konjunkturprogramm hat gezeigt, dass das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern fatal ist“, kritisiert Pieper. Denn von den etwa zehn Milliarden, die allein der Bund im Hilfspaket für die Renovierung und den Ausbau von Schulen spendiert, wird kein einziger Euro für neues Lehrpersonal aufgewandt. Mit der Föderalismusreform I wurde ein striktes Kooperationsverbot im Grundgesetz verankert – mehr als zwei Jahre später stellt sich das immer mehr als Fehler heraus, sagt die FDP-Vize Pieper. „Weil man nicht in Personal, sondern nur in Beton investieren kann.“ Man brauche zwar mehr Autonomie für die Schulen – „andererseits aber auch ein Dach mit einem nationalen Bildungsprogramm, abgestimmt zwischen Bund und Ländern.“ Zudem fordert Pieper einen bundesweiten Qualitätsrahmen für die Lehrerausbildung und die Ablösung der Kultusministerkonferenz durch eine kleinere und effizientere Bildungskonferenz.
Veröffentlicht
in Bildung in Deutschland
um
11:56
Freitag, 17. Oktober 2008Große Skepsis im Vorfeld des Bildungsgipfels
Die von der Bundesregierung bis 2012 zusätzlich in Aussicht gestellten sechs Milliarden Euro für die Bildung werden von der Opposition skeptisch beäugt. Cornelia Pieper (FDP), stellvertretende Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bundestag, warnte, die angekündigten Gelder dürften keine „Luftbuchungen“ bleiben.
Veröffentlicht
in Bildung in Deutschland
um
09:02
Dienstag, 24. Juni 2008Schülerwettbewerb 2008 „Aufhören! – Freiheit lernen – Gewalt verhindern“
Berichte und Fernsehbilder über Amokläufer an Schulen und brutale Überfälle haben eine heftige Debatte über jugendliche Gewalt ausgelöst.
Die Kriminalität in Deutschland ist zwar insgesamt seit Jahren rückläufig. Gewalt-kriminalität und Gewaltbereitschaft – vom Psychoterror bis zur schweren Körper-verletzung – allerdings nehmen zu. Jugendliche und Heranwachsende stellen hier einen hohen Anteil. Was sind die Ursachen? Soziale Herkunft, Nationalität, mangelnde Bildungs- und Ausbildungschancen? Wie sollte der Staat/ die Gesellschaft mit jugendlichen Gewalttätern umgehen? Welche Maßnahmen sind geeignet, Gewalt zu verhin-dern? Was sind Eure Erfahrungen – in Schule, Freundeskreis, Clique? Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit lädt ein, Wege zu beschreiben, wie man jugendlicher Gewalt vorbeugen und sie wirksam bekämpfen bzw. ver-hindern kann. Vielleicht kennt ihr sogar Anti-Gewalt-Projekte oder habt dort mit-gewirkt? Gesund werden Anregungen, Methoden, Strategien und Maßnahmen, die gangbare Wege aus dem Teufelskreis jugendlicher Gewalt aufzeigen. Bei der Darstellung sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Es muss nur ein internet-tauglicher Beitrag sein: Es kann ein Rollenspiel, ein Artikel für die Schülerzeitung, ein Drehbuch – das Stück des Berliner GRIPS-Theaters „Eins auf die Fresse“ gibt hier gute Anregungen -, ein Poster, eine Comicfolge/Karikatur, eine Website oder ein Video sein. Oder Ihr überrascht mit einer ganz anderen Idee… Zur Teilnahme berechtigt sind Schülerinnen und Schüler aller Schultypen in Deutschland ab Jahrgangsstufe 10. Eine Teilnahme allein oder im Team (Klas-sen, Kurse, Kleingruppen) ist möglich. Überzeugungskraft und Plausibilität der Argumente stehen bei der Bewertung durch die Jury im Vordergrund. Originalität, Phantasie und Kreativität sind weitere Bewertungskriterien. Die besten Arbeiten werden mit Geldpreisen prämiert. Einsendeschluss ist der 31. August 2008. Hin-weise, wie und wo die Beiträge eingereicht werden können sowie weitere Infor-mationen findet Ihr unter www.wettbewerb.freiheit.org. Montag, 2. Juni 2008Auszeichnung für engagierte Schulen
CORNELIA PIEPER wirbt bei Schulen für Teilnahme
Die Ausbildungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern ist eines der zentralen Themen in der aktuellen Bildungsdebatte: Wie können Schulen ihre Schüler optimal auf den Beruf vorbereiten – sie fit für den Job machen? Um das Engagement von Schulen und ihre Projekte bekannt zu machen und einen Austausch zwischen ihnen herzustellen, schreiben die Wirtschaftsjunioren Deutschland auch in diesem Jahr wieder den Bundesschulpreis „Fit for Job“ aus. „Ich begrüße dieses Engagement“, sagt dazu die Bundestagsabgeordnete Cornelia Pieper (FDP). „Ich selbst kenne in meinem Wahlkreis zahlreiche Schulen, die sich beispielhaft dafür einsetzen, ihre Schüler auf das Berufsleben vorzubereiten“, berichtet Pieper. „Häufig erfahren sie nicht die Würdigung, die sie verdienen – oder haben wenig Möglichkeiten, sich mit anderen Schulen auszutauschen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.“ Pieper wünscht sich deshalb, dass sich viele Schulen aus der Region an dem Wettbewerb beteiligen. „Die Schulen in unserer Region können damit auch zeigen, wie gut sie aufgestellt sind“, meint Pieper. Bewerben können sich alle allgemein bildenden Schulen. Informationen und die Teilnahmeunterlagen sind im Internet unter www.fitforjob-schulpreis.de abzurufen. Rückfragen beantwortet Frau Andrea Mann in der Bundesgeschäftsstelle der Wirtschaftsjunioren Deutschland (Telefon 030-203081517, E-Mail Andrea.Mann@wjd.de). Einsendeschluss ist der 1. September 2008.
Veröffentlicht
in Bildung in Deutschland
um
14:14
Donnerstag, 29. Mai 2008Es gibt zu wenig Wirtschaft in deutschen Schulen
Presseschau: Stuttgarter Zeitung, 29. Mai 2008
Am Wochenende findet in München der Bundesparteitag der FDP statt. Die Liberale Cornelia Pieper plädiert für ein bundesweites Zentralabitur und mehr Stipendien. Mit ihr sprach Marcus Sander. Frau Pieper, das deutsche Schulsystem ist ungerecht. Was schlagen Sie vor, um mehr Chancengleichheit zu erreichen? Bildung ist der Schlüssel zur Chancengerechtigkeit. Wenn wir in Deutschland von der sozialen Auslese wegkommen wollen, müssen wir frühzeitig mit Bildung beginnen, schon im Kindergarten. Dazu sind eine bessere Ausbildung der Erzieher und bundesweite Qualitätsstandards nötig. Also lernen statt spielen im Kindergarten? Nein. Aber Kinder sollen bereits beim Spielen lernen und erste Fähigkeiten beim Rechnen und Lesen erlangen. Wir brauchen verbindliche Spracheingangstests, um rechtzeitige Fördermaßnahmen zu ermöglichen. In deutschen Schulen sind besonders Kinder aus Migrantenfamilien immer noch benachteiligt. Um in der Schule mitzukommen, braucht man einfach gute deutsche Sprachkenntnisse. Zunehmend haben übrigens auch deutsche Kinder dabei Schwierigkeiten. Die FDP will nur zwölf Jahre Schulzeit. Sind das nicht olle Kamellen? Stimmt. Die FDP fordert das seit 18 Jahren - und völlig zu Recht! Denn wir haben europaweit in Deutschland die ältesten Studienabgänger. Der Schnitt liegt bei circa 28 Jahren. In Frankreich und England sind sie in der Regel schon mit 24 Jahren fertig. Das ist für die jungen Akademiker und für die Gesellschaft ein großer Wettbewerbsnachteil. Haben Sie kein Verständnis für die Lehrer und Schüler, die über die Belastungen durch G 8 klagen? Doch, natürlich. G 8 kann aber gelingen, wenn sich die Schulorganisation und die Unterrichtspläne entsprechend verändern. Blockstunden, exemplarischer Unterricht und ein vernünftiges Nachmittagsangebot sind dafür Stichworte. Wollen Sie ein bundesweites Zentralabitur? Ich persönlich ja, jedenfalls auf längere Sicht. Wir brauchen vergleichbare Schulabschlüsse in Deutschland. Ich weiß aber, dass das auch in der FDP unterschiedlich gesehen wird. Ich halte nichts davon, dass es 16 unterschiedliche Ansichten gibt, wenn es um Schulabschlüsse und Unterrichtsinhalte geht. Die FDP fordert in Schulen eine bessere Vermittlung von wirtschaftlichem und unternehmerischem Handeln. Soll nur die Wirtschaft bestimmen, wo es langgeht? Nein, natürlich nicht. Aber wir müssen unsere Kinder zu viel mehr Eigenverantwortung und Selbstständigkeit erziehen. Das befähigt sie am besten, später ihren eigenen Weg zu gehen, ihre Familie zu ernähren, eine Arbeit zu finden. Dazu sind Wirtschaftskenntnis und der Kontakt mit unternehmerischem Denken nötig. In deutschen Lehrbüchern gibt es kaum mal einen Bäckermeister, Bauunternehmer oder einen freien Architekten als Beispiele. Meistens kommen bei den dargestellten Erwachsenen Berufe des öffentlichen Dienstes oder Angestellte vor. Damit habe ich Probleme. Es gibt zu wenig Wirtschaft in deutschen Schulen. In meiner Schulzeit war es normal, dass man alle zwei Wochen einen Tag in einem Betrieb verbracht hat. Sie sind in Halle aufgewachsen. Was kann die Bundesrepublik von der DDR lernen? Wenn wir in der Bundesrepublik nach 1989 mehr von der Erfahrung der DDR-Bürger, gerade auch beim Thema Krippen, übernommen hätten und die Lebensleistung der Erzieher und Lehrer der DDR mehr gewürdigt hätten, wäre heute die Linke nicht so stark. Tatsache ist, dass vieles von dem, was damals im Osten richtig war, wie der Bildungsauftrag des Kindergartens und die zwölfjährige Schulzeit, 1990 verpönt und übereilt abgeschafft wurde. Jetzt erleben wir, dass manches davon, etwa Schulhorte und die Ganztagsbetreuung, wieder eingeführt werden. In der DDR gab es eine starke Beschäftigung mit der Theorie der Ökonomie. Ich weise aber darauf hin, dass zu DDR-Zeiten diese Theorien und der Unterricht stark ideologisiert waren. Das ändert nichts daran, dass man heute viel mehr für die Förderung betriebswirtschaftlicher Kenntnisse tun muss. Wir brauchen wirtschaftskundliche Unterrichtsinhalte verbindlich an allen Schulen. Wie will die FDP von dem Ruf wegkommen, nur eine Partei der Besserverdienenden und der Leistungsträger zu sein? Wir sind eine Partei für alle Bürger und wollen nicht nur Menschen ansprechen, die ein dickes Portemonnaie haben. Die beste Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit sind hervorragende Bildungschancen für alle. Das ist unser besonderes Anliegen. Wir stehen für den Ausbau der Stipendien. Unser Modell: der Staat zahlt einen Euro drauf für jeden Euro, den die Wirtschaft spendet. Ich wünsche mir, auch in der FDP, wieder mehr Mut, Bildung neu zu denken. Ziel muss sein, jedes Kind individuell zu fördern, damit wir auch als Gesellschaft im globalen Wettbewerb bestehen können. Montag, 17. März 2008Wie zentral soll das Abitur künftig sein?
Pieper fordert Bundeslösung - Widerstand aus den Ländern - Regionale Kooperationen möglich
In 14 von 16 Bundesländern gibt es landesweit identische Abiturprüfungen am selben Tag. Nur Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein kennen kein Zentralabitur. Berlin und Brandenburg haben nun beschlossen, ab 2010 ein gemeinsames Zentralabitur einzurichten. Bayerns Kulturminister Siegfried Schneider (CSU) hat zudem ein "Südabitur" mit Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen ins Gespräch gebracht. Die Dinge sind also im Fluss. Eigentlich zuständig ist die Kultusministerkonferenz (KMK). Dort sind die Kultusminister und -senatoren aller 16 Bundesländer versammelt. Pieper moniert aber: "Das Schneckentempo der KMK wird uns im internationalen Wettbewerb nicht helfen." Man benötige eine nationale Übereinkunft. "Wer es mit der Chancengerechtigkeit im Bundesgebiet ernst meint, der muss für vergleichbare Schulabschlüsse sorgen. Kinder in Ländern, die nicht so hohe Bildungsstandards haben, werden benachteiligt, weil sie nicht die Chance auf ein gleichwertig gutes Abitur haben." Sachsen-Anhalts Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) hält allerdings nichts von zentralistischen Lösungen. "Das wird nicht die Akzeptanz in den Ländern finden." Er plädiert deshalb für einzelne Länder-Verbünde. Diese könnten sich später zu größeren Verbünden und schließlich zu einem Gesamt-Verbund zusammenfinden. Bedingung bleibe ein einheitlicher Termin. "Wenn die Prüfungen nicht an einem Tag stattfinden, dann stimmen sich die jungen Leute mit ihren Handys schneller ab, als die Kultusminister dazu je in der Lage waren." Die KMK-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) erklärte der MZ: "Die KMK hat sich im vergangenen Jahr auf die Einführung verbindlicher Bildungsstandards für eine Reihe von Fächern im Abitur verständigt. Aus diesen gemeinsamen Standards kann auch ein gemeinsamer Aufgaben-Pool für Abituraufgaben entstehen. Es ist die freie Entscheidung von Ländern, ob sie sich eines solchen Pools bedienen oder nicht." Gleiche Standards werden in Deutsch, Mathematik, der ersten Fremdsprache und den Naturwissenschaften angestrebt. Quelle: Mitteldeutsche Zeitung 17. März 2008 Mittwoch, 19. September 2007Debatten von gestern ohne Zukunft
Bildung ist der Rohstoff der Zukunft. Trotzdem wird in Deutschland in der Bildung immer noch über " alte Zöpfe " diskutiert. Es geht mehr um die Anzahl von Unterrichtsstunden und Strukturdebatten und zu wenig um Verbesserung von Bildungsqualität an Schulen. Die aktuellen Debatten zeigen es. So wird über weniger Unterrichtsstunden in der Mittelstufe bzw. die Verkürzung von Ferien diskutiert. Schnell fühlt man sich an die alten Debatten der Kultusministerkonferenz erinnert, das Abitur kann nur nach 12 Jahren und nicht nach 13 Jahren abgelegt werden, wenn jährlich 265 Stunden in der gymnasialen Oberstufe unterrichtet werden.
Diese Debatten sind von gestern. Längst sind neue inhaltliche Prioritätensetzungen und neue Unterrichtsmethoden gefragt. Hinzu kommt, dass die Bildungs- und Gehirnforschung seit langem fordert, Kinder bereits im Vorschulalter in Kinderbetreuungseinrichtungen zu bilden. Nie wieder lernt der Mensch so intensiv und schnell wie bis zum 6. Lebensjahr. So ist längst nachgewiesen: Kinder, die keine Vorschuleinrichtung besuchen, hinken mindestens ein Jahr in ihrer Entwicklung hinterher. Eine nationale Bildungsstrategie ist in Deutschland längst überfällig. Internationalität und Globalisierung erfordern von jungen Menschen mehr Mobilität, ziehen aber auch die Anerkennung von Schul-Studienabschlüssen nach sich. Wenn wir in Deutschland ein modernes und qualitativ besseres Bildungssystem wollen, müssen wir den Wettbewerb nicht nur zwischen Hochschulen, sondern auch den Wettbewerb der Schulen zulassen. Das erfordert Transparenz von Leistungen und Ergebnissen, aber eben auch ein deutschlandweit anerkanntes Zentralabitur wie die Anerkennung aller anderen Schulabschlüsse auch. Keiner kann mehr nachvollziehen, dass mit einer in Baden-Württemberg bestandenen Fachhochschulreife Absolventen in Berliner Hochschulen nicht zugelassen werden, man im Ausland z. B. in England aber jederzeit studieren kann. Wenn die Bundesregierung es mit ihrer Qualitätsoffensive in der Bildung ernst meint, muss sie diesen Hemmschuh unterschiedlich anerkannter Schulabschlüsse und Hochschulzulassungen gemeinsam mit den Ländern abstreifen. Und die Länder müssen dafür sorgen, dass die Schulen von zu viel bürokratischem Ballast befreit werden. Lehrpläne müssen entrümpelt und neue Ideen für einen besseren Unterricht und die Einstellung von Lehrern in den Schulen selbständig entschieden werden. Dann würde nicht nur ein echter Wettbewerb um das beste Bildungskonzept unabhängig von Ländergrenzen entstehen. Dann würden wir heute nichts über Unterrichtskürzungen aus den Länderparlamenten hören, sondern einen fächerübergreifenden Unterricht in den Naturwissenschaften diskutieren. Der Artikel ist als Gastbeitrag am 20.09.2007 in der Tageszeitung "Volksstimme" erschienen.
Veröffentlicht
in Bildung in Deutschland
um
12:26
Sonntag, 9. September 2007Bildung ist der Rohstoff der Zukunft
Bildung ist der Rohstoff der Zukunft. Trotzdem wird in Deutschland in der Bildung immer noch über „alte Zöpfe“ diskutiert. Es geht mehr um die Anzahl von Unterrichtsstunden und Strukturdebatten und zu wenig um Verbesserung von Bildungsqualität an Schulen. Die aktuellen Debatten zeigen es. So wird über weniger Unterrichtsstunden in der Mittelstufe bzw. die Verkürzung von Ferien diskutiert. Schnell fühlt man sich an die alten Debatten der Kultusministerkonferenz erinnert, das Abitur kann nur nach 12 Jahren und nicht nach 13 Jahren abgelegt werden, wenn jährlich 265 Stunden in der gymnasialen Oberstufe unterrichtet werden.
Diese Debatten sind von gestern. Längst sind neue inhaltliche Prioritätensetzungen und neue Unterrichtsmethoden gefragt. Hinzu kommt, dass die Bildungs- und Gehirnforschung seit langem fordert, Kinder bereits im Vorschulalter in Kinderbetreuungseinrichtungen zu bilden. Nie wieder lernt der Mensch so intensiv und schnell wie bis zum 6.Lebensjahr.So ist längst nachgewiesen: Kinder, die keine Vorschuleinrichtung besuchen, hinken mindestens ein Jahr in ihrer Entwicklung hinterher. Eine nationale Bildungsstrategie ist in Deutschland längst überfällig. Internationalität und Globalisierung erfordern von jungen Menschen mehr Mobilität, ziehen aber auch die Anerkennung von Schul- Studienabschlüssen nach sich. Wenn wir in Deutschland ein modernes und qualitativ besseres Bildungssystem wollen, müssen wir den Wettbewerb nicht nur zwischen Hochschulen, sondern auch den Wettbewerb der Schulen zulassen. Das erfordert Transparenz von Leistungen und Ergebnissen, aber eben auch ein deutschlandweit anerkanntes Zentralabitur wie die Anerkennung aller anderen Schulabschlüsse auch. Keiner kann mehr nachvollziehen, dass mit einer in Baden-Württemberg bestandenen Fachhochschulreife, Absolventen in Berliner Hochschulen nicht zugelassen werden, man im Ausland z.B. in England aber jederzeit studieren kann. Wenn die Bundesregierung es mit ihrer Qualitätsoffensive in der Bildung ernst meint, muss sie diesen Hemmschuh unterschiedlich anerkannter Schulabschlüsse und Hochschulzulassungen gemeinsam mit den Ländern abstreifen. Und die Länder müssen dafür sorgen, dass die Schulen von zu viel bürokratischen Ballast befreit werden. Lehrpläne müssen entrümpelt und neue Ideen für einen besseren Unterricht und die Einstellung von Lehrern in den Schulen selbständig entschieden werden. Dann würde nicht nur ein echter Wettbewerb um das beste Bildungskonzept unabhängig von Ländergrenzen entstehen. Dann würden wir heute nichts über Unterrichtskürzungen aus den Länderparlamenten hören, sondern einen fächerübergreifenden Unterricht in den Naturwissenschaften diskutieren.
Veröffentlicht
in Bildung in Deutschland
um
12:56
Montag, 23. Juli 2007Cornelia Pieper übergibt Forscherkiste an Kindertagesstätte "Villa der fröhlichen Kinder" in HalleSpeziell für Vorschulkinder bietet Siemens in Kooperation mit der Science Lab GmbH so genannte Forscherkisten an und bringt ein besonderes naturwissenschaftliches Bildungsangebot in die Kindereinrichtungen. Forscherkisten enthalten alles was kleine Forscher zum Experimentieren und Ausprobieren brauchen. Ein Teil der Kiste bietet Experimente zu den Themen Wasser, Luft und Farbe, der andere behandelt Schall und Elektrizität. Insgesamt bietet sie Material für 45 Experimente. Das Konzept setzt aber nicht nur auf Versuche sondern auf kind- und altersgerechte Bewegung, Spiele und Lieder und fördert somit die allseitige Bildung der Kinder. Forscherkisten sind eingebettet in ein ganzheitliches pädagogisches Konzept.
Veröffentlicht
in Bildung in Deutschland
um
11:12
« vorherige Seite
(Seite 2 von 3, insgesamt 32 Einträge)
» nächste Seite
|
Über mich![]() Name: Cornelia Pieper Ort: Halle / Saale Navigation- Startseite - Flickr (Bilder) Mein Foto-AlbumSucheKategorienBlog abonnierenKalender
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
(c) 2005-2010 | Impressum |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||










