Freitag, 11. Juni 2010
Berlin. Die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende, Staatsministerin CORNELIA PIEPER, erklärte heute in Berlin zu dem bevorstehenden Bildungsgipfel:
„Für die FDP bleibt es unumgänglich, dass bei Bildung und Forschung nicht gespart sondern intelligent in die Zukunft investiert wird. Die Bundesländer stehen in der Pflicht, ihre Kulturhoheit auch haushaltpolitisch zu untermauern. Sonst bliebe die Kulturhoheit eine immer schwieriger begründbare leere Hülse. Es ist alternativlos, dass Bund und Länder bildungspolitisch endlich zu einem gemeinsamen Kraftakt finden.“
Dienstag, 8. Juni 2010
Im Rahmen des Projekts „Echo 2010“ wird die deutsche Sprache weltweit auf Reisen geschickt. Ausgestattet mit einem Koffer und einer Weltkarte macht sie Halt in acht Staaten. Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, wird das Projekt am Mittwoch (09.06.) um 09.30 Uhr im Lichthof des Auswärtigen Amts starten.
Staatsministerin Cornelia Pieper sagte hierzu:
"Es gibt viele gute Gründe, Deutsch zu lernen und dafür wollen wir mit dieser Aktion werben: die deutsche Sprache ist der Schlüssel zu einem wirtschaftlich attraktiven Markt, zur weltweit vernetzten deutschen Wirtschaft."
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Freitag, 30. April 2010
 KLEVE. Auf ihrer Rundreise durch den Kreis Kleve besuchte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt Cornelia Pieper auch die Hochschule Rhein-Waal. Da die Präsidentin der Hochschule, Prof. Dr. Klotz noch auf dem Rückflug von der China-Reise war, begrüßte Vizepräsident Dr. Goch die FDP-Delegation. Die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Pieper, die FDP-Landtagskandidaten Stephan Haupt und Michael Traurig sowie der Kreisvorsitzende Prof. Dr. Ralf Klapdor waren beeindruckt von der schon geleisteten Aufbauarbeit. Von den vier durch den FDP-Wissenschaftsminister Pinkwart neu gegründeten Fachhochschulen ist die Hochschule Rhein-Waal bereits am weitesten fortgeschritten mit derzeit drei und ab dem kommenden Wintersemester 14 Bachelorstudiengängen und zusätzlich zwei Masterstudiengängen.
zum ganzen Artikel (kle-point.de)
Montag, 4. Januar 2010
 Die FDP weitet in der Familienpolitik ihre Forderung nach Gutscheinsystemen aus. Die stellvertretende Parteivorsitzende Cornelia Pieper brachte nun auch beim Thema Kindergeld den Verzicht auf die derzeit üblichen Barzahlungen ins Gespräch.
"Die nächste Kindergelderhöhung sollte direkt beim Kind ankommen und in Bildungsgutscheinen an die Eltern ausgezahlt werden", sagte sie der "Bild"-Zeitung.
- FDP will Gutscheine statt Bargeld (Bild.de)
- FDP fordert Kindergeld als Gutschein (Tagesschau.de)
- FDP will Kindergeld in Form von Gutscheinen auszahlen (SZ-Online.de)
Donnerstag, 3. Dezember 2009
Staatsministerin Cornelia Pieper empfängt am Freitag 170 DAAD-Stipendiatinnen und Stipendiaten im Auswärtigen Amt. Staatsministerin Pieper begrüßt die Stipendiaten mit einem Grußwort, bei einer anschließenden Podiumsdiskussion berichten einige Stipendiaten von ihren Erfahrungen in Deutschland. Die Stipendiaten studieren an einer deutschen Hochschule und haben alle ihren Schulabschluss an einer deutschen Auslandsschule gemacht.
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Dienstag, 24. November 2009
Im Streit um die Auszahlung des Betreuungsgeldes stellt sich die stellvertretende FDP-Vorsitzende Cornelia Pieper gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU). In der "Frankfurter Rundschau" (Dienstagausgabe) wandte sich Pieper grundsätzlich gegen die für 2013 geplante Einführung einer Finanzhilfe von 150 Euro monatlich für Familien, die Kinder unter drei Jahren zu Hause betreuen.
"Das kommt für die FDP nicht in Frage", sagte Pieper. Unter Hinweis auf den Koalitionsvertrag bekräftigte sie ihren Vorschlag, alternativ zum Betreuungsgeld Gutscheine auszugeben. Über Merkel sagte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt: "Ich glaube, sie ist in dieser Frage Gefangene der CSU geworden."
Als Ostdeutsche sollte die Kanzlerin um den Wert frühkindlicher Bildung in Krippen und Kitas wissen, betonte Pieper. Auf dem Weg zur "Bildungsrepublik" müsse Deutschland möglichst früh "das Gold in den Köpfen heben".
Dazu seien vorschulische Bildungsangebote zu verstärken, nicht aber Sozialtransfers an die Familien. "Hier ist ein Umsteuern angesagt: Geld an die Familien mindert die Chancengerechtigkeit, schafft keine Anreize, etwaige Betreuungsangebote anzunehmen, und verstärkt somit soziale Selektion", sagte Pieper. Gutscheine würden überhaupt erst die Möglichkeit der Wahlfreiheit schaffen.
Merkel hatte am Wochenende gesagt, ein Gutscheinsystem sei mit ihrem "Menschenbild" nicht vereinbar.
Quelle: ddp, 24.11.2009
Sonntag, 8. November 2009
Geplantes Betreuungsgeld innerhalb der Koalition umstrittenDas von der schwarz-gelben Koalition geplante Betreuungsgeld ist innerhalb der Koalition umstritten. Familienministerin Ursula von der Leyen bezeichnete die Pläne als «noch nicht rund».
Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Cornelia Pieper sprach sogar von einem «bildungspolitischen Rückschritt». Eltern, die ihr Kleinkind nicht in einer Kita betreuen lassen, sollen nach den Plänen von Union und FDP ab 2013 ein Betreuungsgeld von 150 Euro erhalten, gegebenenfalls als Gutschein.
Vor allem die CSU drängt auf die Einführung des Betreuungsgeldes.
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Quelle: na/ddp
Donnerstag, 17. September 2009
 Am Montag habe ich mich in der Berliner Beucke-Schule in Zehlendorf überzeugen können, wie weit die Integration von IT-Technik in den Schulen vorangekommen ist. Unter dem Motto "Digitales Klassenzimmer- Klassenzimmer 2020" ging es dabei um den möglichst flächendeckenden Einsatz der so genannten neuen Medien an allen Schulen und für jeden Schüler/ jede Schülerin.
"Anschauungsobjekte" waren dabei für uns sowohl die kleinen Laptops, die Class-Mates, aber auch ein Smart Board, die Tafel ohne Kreide, die sowohl das Internet an die Tafel holt, als auch die Kreide ersetzt und so Netz und Inhalte der Lehrer bzw. deren didaktische Ziele miteinander in Verbindung bringt.
Herausgestellt hat sich im Gespräch, dass es selbstverständlich finanzielle Probleme gibt, aber auch mehr Fortbildung für Lehrer nötig wäre, um den optimalen Einsatz im Unterricht gewährleisten zu können. Viele schrecken vor der Technik zurück. Natürlich müsste der Einsatz der entsprechenden Unterrichtsmittel auch künftig bereits fester Bestandteil des Lehramtsstudiums sein.
Dienstag, 15. September 2009
Motto: Digitales Klassenzimmer- Klassenzimmer 2020
Auch kreativen Lehrern fällt es in der heutigen Zeit nicht gerade leicht, lediglich mit Tafel und Kreide einen attraktiven Unterricht zu halten und dabei auch noch den unterschiedlichen Lerngewohnheiten der Schüler gerecht wird. Dies ist seit langem hinlänglich bekannt, geändert hat sich aber an deutschen Schulen so gut wie nichts.
Zwar erobern die digitalen Medien immer mehr unseren Alltag, der Zugang zum Klassenzimmer bleibt ihnen aber weitestgehend verschlossen. Dies soll sich nunmehr ändern, wenn es nach den Vorstellungen von FDP-Vize Cornelia Pieper geht. So forderte sie bei einem Besuch der Beucke Realschule in Berlin Zehlendorf, eine der wenigen "Laptop-Schulen" in Deutschland, konsequent die Chancen digitaler Medien für den Unterricht zu nutzen. Bildungsverantwortliche in Deutschland, so Pieper, müssen dafür Sorge tragen, dass jedes Kind und jeder Jugendlicher entsprechend seinen individuellen Gewohnheiten optimal und effizient lernen kann.
Mit dieser Überzeugung steht Pieper nicht alleine da. Auch die anwesenden Schüler der Beucke Realschule bestätigen, dass durch den Einsatz von interaktiven elektronischen Tafeln im Klassenzimmer und der Nutzung von Laptops der Unterricht für sie auf einmal viel spannender, anschaulicher oder einfach besser geworden sei. Ob Pythagoras oder faradayscher Käfig, dank der neuen Medien verstehen auf einmal auch weniger theoretisch begabte Schüler die Gesetze der Mathematik oder Physik besser. Und sich Recherche über Google auf die nächste Klassenarbeit vorzubereiten, finden einfach alle prima.
Sorgen bereiten den Schülern eigentlich nur noch diejenigen Lehrer, die so ganz und gar den Fortschritten der digitalen Neuzeit trauen und sich von der geliebten Schiefertafel nicht trennen können oder wollen. Cornelia Pieper sieht als wesentliche Ursache hierfür die fehlende Weiterbildung. Wenn die Bundesbildungsministerin aktuell einen Laptop für jedes Schulkind fordert, so Pieper, dann hört sich das zunächst einmal fortschrittlich an, bringt uns aber keinen Schritt weiter. In der Wirtschaft gilt: Jede Technik ist nur so gut wie der Mensch, der sie bedient. Und dies wiederum ist auch nicht anders im Unterricht. Für guten Unterricht brauchen wir zuallererst gut qualifizierte und hoch motivierte Lehrer. Erst dann kommen moderne digitale Medien. Nach ihren Vorstellungen ergibt aus dieser Einsicht auch eine klare Reihenfolge für das politische Handeln. So müssen wir zunächst einmal Gedanken darüber machen, wie wir in Deutschland die Lehrer auf den Einsatz von modernen digitalen Medien vorbereiten und dann können wir Überlegungen anstellen, wie wir die Klassenzimmer optimal ausstatten.
Die Vorstellungen von Cornelia Pieper werden von namhaften Vertretern der IT-Branche durchweg unterstützt. Ohne die Qualifizierung der Lehrer, so Sabine Huber von Intel, ist das Schüler-Notebook Classmate von Intel nur die Hälfte wert. Dies sei aber schade, da in dem "kleinen Helfer" erhebliche pädagogische Potenziale steckten, die der Unterricht in Deutschland durchaus benötigt, um weltweit eine Spitzenposition zu behaupten.
Mittwoch, 2. September 2009
 Heute steht ein Besuch bei der Universität in Magdeburg auf dem Programm. Dort findet auch ein Gespräch mit Deutschlandradio, der Redaktion "Campus und Karriere" statt. Danach geht's weiter zu einer Diskussionsrunde mit Studentinnen und Studenten.
Die IG Metall hat im Rahmen ihrer Betriebsrätekonferenz in Magdeburg angesichts der anstehenden Wahl zur Podiumsdiskussion "Gemeinsam für gute Arbeit - Arbeitsplätze sichern - Perspektiven bieten" eingeladen. Bin mit unseren liberalen Inhalten dabei.
Weiter geht's mit einem Wahlforum in Flechtingen und schließlich gibt es am Abend ab 18 Uhr noch eine Veranstaltung mit Otto Fricke, dem Vorsitzenden des Haushaltsausschusses in Magdeburg.
Dienstag, 25. August 2009
Die Macher von Väterpolitik haben mir ein paar Fragen gestellt. Die Antworten finden Sie unter
www.vaeterpolitik.de
Freitag, 24. Juli 2009
 Eberswalde Die Liberalen wollen im Superwahljahr 2009 in Brandenburg mit wenigstens acht Abgeordneten in den Landtag ziehen.
Das sagte Spitzenkandidat Hans-Peter Götz auf einer Wahlkampfveranstaltung am Dienstagabend im großen Saal des Paul-Wunderlich-Hauses. Die stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Cornelia Pieper, geht davon aus, dass die FDP nach der Wahl am 27. September wieder Regierungsverantwortung übernimmt.
»: Artikel lesen (moz.de)
Mittwoch, 15. Juli 2009
 An die Studenten richtete sich die Veranstaltungsreihe "Aus/Wahl 09" der Studentenwerkstatt Triftpunkt e.V., die am Mittwoch in Theaterhaus im Malzgarten in Halle (Saale) ihren Abschluss fand. Und das mit einen hochkarätig besetzten Podium. Zur Veranstaltung waren alle Spitzenkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien gekommen.
Neben mir stellten sich mit Christoph Bergner (CDU) und Petra Sitte (Linke) drei aktuelle Abgeordnete den Fragen von Publikum und Moderation. Eingeladen waren auch Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) und Johannes Krause (SPD), die beide noch kein Mandat haben, es aber im September mit dem Einzug ins Parlament probieren.
Zum ganzen Artikel (Quelle: Halleforum.de)
Freitag, 3. Juli 2009
Die Gäste des gestrigen „5. Tages der Technik“ in der Granseer Werner-von-Siemens-Oberschule waren so des Lobes voll, dass Schulleiter Reinhard Witzlau gelegentlich sogar etwas rot wurde. „Wenn ich die Granseer Schule mit den anderen 100 Bildungseinrichtungen vergleichen sollte, denen die Siemens-Stiftung gleichfalls Wetterstationen zukommen ließ, dann wäre sie ganz oben bei 99“, sagte Werner Busch. Das Ziel der Siemens-Stiftung, so deren Bildungsbeauftragter, sei hier voll erreicht worden. Den Kindern würden Bildung und Technik in einer beispielhaften Art und Weise beigebracht, sogar abgestimmt auf die Interessen der einzelnen Schüler. „Wir haben unser Geld richtig vergeben.“
 Bewunderung äußerte auch die Bundestagabgeordnete der FDP, Cornelia Pieper. Als Gast des gestrigen Techniktages und Vize-Vorsitzende des Bildungsausschusses des Deutschen Bundestages sagte sie nach einem Schulrundgang: „Das Engagement der Lehrer dieser Schule ist beispielhaft.“ Man könne von einer individuellen Förderung eines jeden Schülers sprechen, und das sei wichtiger als diese ewigen Schulformdiskussionen. Dennoch aber plädiere sie für bundesweit vergleichbare Bildungsstandards. Den Schulen gönne sie ganz generell mehr Eigenverantwortung und zeigte sich traurig, dass Mädchen meist weniger Lust an Technik hätten als die Jungs.
Mit Hilfe der von der Siemens-Stiftung einschließlich Software übergebenen Wetterstation lassen sich von den Schülern vor Ort alle Wetterdaten wie Temperatur, Wind oder Luftdruck ermitteln. Dabei geben die Sensoren die Werte alle zehn Minuten an den Rechner. Von „praktischem Lernen“ unter dem Motto „Klimawandel und Schule“ war die Rede. Künftig sollen die Daten als lokales Wetterbild auch auf der Internetseite des Amtes Gransee auftauchen, was Amtsdirektor Frank Stege ausdrücklich begrüßte.
Doch trotz aller Erfolge in der Berufsvorbereitung seiner Schüler erklärte Schulleiter Reinhard Witzlau unverhofft: „Im Vorjahr hatten 70 Prozent unserer Abgänger vor Schuljahresabschluss einen Lehrvertrag in der Tasche, in diesem Jahr sind es 53 Prozent.“ Und er fragte laut: „Was können wir bloß noch tun?“ Im kommenden Jahr stärker mit den Eltern kooperieren, gab er selbst als Antwort, während ihm seine Gäste aber versicherten, dass er auf dem richtigen Weg sei.
Quelle: Märkische Allgemeine von Wolfgang Gerth
Donnerstag, 2. Juli 2009
Medienschau
Die MZ sprach mit Partei-Vize Cornelia Pieper über ihre bildungspolitischen Vorstellungen
Cornelia Pieper, Partei-Vize der FDP, hält die Verbeamtung von Lehrern für überholt und setzt auf ein bundesweites Zentralabitur. Mit der Politikerin sprach unsere Korrespondentin Sibylle Quenett.
 MITTELDEUTSCHE ZEITUNG: Frau Pieper, wie sicher sind Sie, dass die FDP nach der Bundestagswahl in Berlin wieder mitregiert?
CORNELIA PIEPER: Ich bin zuversichtlich, dass die FDP ihr Ziel erreicht, in die Regierungsverantwortung zurückzukehren. Die FDP hat seit 1998 in der Opposition ein gutes Programm für Deutschland entwickelt und jetzt müssen wir auch mal in der Regierung beweisen, dass wir es besser können.
An wessen Seite?
PIEPER: Gerade in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise kommt es darauf an, dass man Schulden abbaut, den Haushalt konsolidiert, den Arbeitsmarkt fit macht und dem Wettbewerb des internationalen Bildungsmarktes standhält. Aus meiner Sicht geht das angesichts der Programmüberschneidungen am besten mit der Union.
Gehören soziokulturell die Wähler der Grünen nicht längst zum bürgerlichen Lager dazu?
PIEPER: Wenn man sich die linke Programmatik der Grünen anschaut, merkt man davon nichts. Sicher zählen zur Grünen-Wählerschaft viele aus den Reihen der Besserverdienenden, die sich mit dem Wahlzettel verhalten wie einst beim Ablasshandel. Ich habe sowieso Schwierigkeiten mit dem Begriff "bürgerliches Lager", weil die Konturen zwischen Union und SPD mittlerweile recht verschwommen sind.
Sie sprechen von Schuldenabbau. Wie glaubwürdig können die Liberalen angesichts der Haushaltslöcher als Steuersenkungspartei überhaupt noch sein?
PIEPER: Grundsätzlich sagt die FDP, das beste Konjunkturprogramm wäre ein Steuersenkungsprogramm. Wenn beim Bürger mehr Netto vom Brutto ankommt, kann er auch mehr ausgeben. Das wäre eine Ankurbelung der Binnenkonjunktur. Wir kritisieren das Programm der Bundesregierung, weil es nicht schnell greift und nicht zielgerichtet genug ist. Steuersenkungen sind wichtig. Wenn wir neue Impulse, neue Investitionen und neue Jobs wollen, müssen wir mit den Steuern runter. Mehr Netto vom Brutto ist für die Bürger auch mit Blick auf die private Vorsorge, etwa bei der Rente, nötig.
Alle Parteien sehen in der Bildungs- und Forschungspolitik ein Schlüsselthema. Wo ist der besondere Ansatz der FDP?
PIEPER: Wir setzen klar auf mehr Eigenständigkeit von Schulen und Hochschulen. Sie müssen auch im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe flexibel reagieren können. Wir kritisieren seit langem, dass die Verbeamtung an den Hochschulen und Schulen fortgesetzt wird. Wir brauchen ohne Frage eine Aufwertung des Lehrerberufs, auch durch eine bessere Bezahlung. Aber die Verbeamtung ist längst überholt. Und wir brauchen dringend bundesweite Bildungsstandards, von der frühkindlichen Bildung bis zur Weiterbildung.
Sie gelten als Anhängerin eines bundesweiten Zentralabiturs, das auch in Ihrer Partei umstritten ist.
PIEPER: Dafür werbe ich auch weiterhin und lasse nicht locker. Ich glaube, dass ein bundesweites Zentralabitur nicht dem Bildungsföderalismus widerspricht. Im Gegenteil. Wir brauchen ein hohes Niveau im Abitur. Wir wollen die besten Studierenden haben. Das setzt gute Bildungsstandards für ein bundesweit vergleichbares Abitur voraus. Das ist für mich auch ein Thema der Chancengerechtigkeit. Die jungen Menschen im Norden oder Osten des Landes müssen die gleichen Chancen haben wie die in den starken Ländern im Süden, die sich auf Grund ihrer Wirtschaftskraft auch mehr Bildungsinvestitionen leisten können.
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