Mittwoch, 13. April 2011Fragen und Antworten zum Atom-Moratorium und dessen Folgen
Liebe Leser,
angesichts der Katastrophe in Japan hat die Bundesregierung umgehend reagiert und für den Zeitraum von drei Monaten die ältesten Atommeiler für eine gründliche Sicherheitsprüfung vom Netz genommen. Auch die jüngeren Anlagen werden gründlich überprüft. Anbei einige in diesem Zusammenhang häufig gestellte Fragen und unsere Antworten darauf. Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie sich gerne an mich oder unseren energiepolitischer Sprecher, Klaus Breil, MdB wenden. Wie steht es um die Stromerzeugung? Zur Stromerzeugung in Deutschland haben die KKW im Jahr 2010 rund 23 % beigetragen. Netto wurden knapp 3 % exportiert (Import 7 %, Export knapp 10 %, aber saisonal höchst unterschiedlich). In Bezug auf die derzeit 8 infolge des Moratoriums abgeschalteten KKW muss man beachten, dass drei dieser KKW aktuell nicht mehr in Betrieb waren. Derzeit stehen rund 5 % der bisher erzeugten Strommenge durch die Abschaltung nicht mehr zur Verfügung. Das entspricht einer Leistung von ca. 7000 MW/h. Diese können momentan und saisonbedingt (die Heizperiode geht gerade zu Ende, der Bedarf an Energie für Beleuchtung ist geringer, etc.) durch Wegfall von Exporten und durch Nutzung der traditionell im deutschen Netz vorhandenen Reserven (insbesondere für die jederzeit notwendige Vorhaltung von Grundlast für die Industrieversorgung) sowie durch Importe ausgeglichen werden. Für die Versorgung der Industrie muss es aber als bedenklich angesehen werden, wenn im System keine oder kaum noch Reserven vorhanden sind. Wenn Strom aus anderen Ländern importiert werden muss, so geschieht dies immer aus der geographisch nächstgelegenen Region: in unserem Falle ist das Frankreich und die Tschechische Republik. Norwegen wäre in einigen Jahren sicherlich auch eine Quelle, dafür muss aber noch viel geplant und investiert werden. Wie gestaltet sich die Vollkostenrechnung für Kernenergie? Die Kernenergieanlagenbetreiber haben alle Kosten der Forschung und Entwicklung, des Baus, des Betriebs und der Sicherheitseinrichtungen der Anlagen selber getragen. Außerdem haben sie die Zwischenlagerung der atomaren Reststoffe auf eigene Kosten übernommen. Das gleiche gilt für die Transporte zu und zwischen Lagerstätten, insbesondere nach Aufbereitung für die Lagerung. Wie auch von der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung immer bestätigt wurde, erhalten Kernkraftwerke keinerlei Subventionen. Staatliche Mittel wurden nur im Bereich der Entwicklung und Energieforschung eingesetzt. Es war schon immer klar, dass die Unternehmen die Kosten für die Erforschung der Lagerung und für die Endlagerung tragen müssen. So wurden bisher angefallene Kosten immer von den Betreibern bezahlt. Für den Rückbau der KKW wurden von Anbeginn an Rückstellungen gebildet, so dass jede Anlage sofort zurückgebaut werden könnte. Dafür stehen nach Angaben der Atomindustrie liquide Mittel von rund 30 Mrd. € zur Verfügung. Diese Mittel werden außerhalb der Bilanz der Firmen in Sondervermögen gehalten und verwaltet. Sie können zur Abdeckung für andere Verbindlichkeiten der Firmen nicht herangezogen werden. Wie werden sich die Preise entwickeln? Die Kernenergie ist die billigste Primärenergiequelle. Die Erneuerbaren Energien sind die mit weitem Abstand hinter Kohle/Braunkohle, Gas und Öl teuersten Energien. Wollen wir beim derzeitigen Kostengefüge mehr Erneuerbare einsetzen, wird es dem entsprechend teurer. Dies ist zudem abhängig von der Struktur des Umbaus, den wir aber derzeit noch nicht genau kennen können. Was ist mit dem Energiekonzept? Da die Produktion von Strom aus Kernenergie vermutlich dauerhaft deutlich und schneller als im Energiekonzept der Bundesregierung geplant, zurückgeführt werden muss, fehlen möglicherweise beträchtliche Mittel, die für Forschung und Entwicklung von Erneuerbaren Energien, Speichertechnologien, Netzausbau und Energetische Gebäudesanierung notwendig und eingeplant worden sind. Für diese Aktivitäten sollten aus der Beteiligung an den Erträgen aus der Verlängerung der Laufzeiten der KKW Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Bundesregierung und Koalitionsfraktionen arbeiten bereits an einer Neujustierung des Energiekonzepts. Dabei geht es u.a. um den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Netze und der Speichermöglichkeiten. Erhielten KKW-Betreiber besondere Steuerbefreiungen? Nein, die Steuerfreiheit für die betrieblich bedingten Rückstellungen der Betreiber gilt für alle Unternehmen und ist kein Privileg der Kernkraftbranche. Wie sind die Kraftwerksbetreiber versichert? Hinsichtlich der Versicherungen der KKW-Betreiber gegen Unfälle bis hin zu einem GAU besteht unbeschränkte Haftung mit dem gesamten Firmenvermögen. Eine Gefährdungshaftung ist über eine Haftpflichtversicherung bis zu einer Höchstgrenze von 256 Millionen € je KKW gegeben. Darüber hinaus gibt es die Solidarhaftung aller KKW-Betreiber, die einzelne Schadenfälle im Umfang von bis zu 2,5 Mrd. € abdeckt. Quelle: Klaus Breil, MdB Energiepolitischer Sprecher der FDP – Bundestagsfraktion Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie Montag, 7. Juni 2010Pieper: Gauck ebenbürtiger Kandidat
Die aus Halle stammende FDP-Vizevorsitzende Cornelia Pieper hält den rot-grünen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt Joachim Gauck für einen «absolut ebenbürtigen und angemessenen» Bewerber. Am Ende würden die FDP-Mitglieder der Bundesversammlung aber den Koalitionskandidaten Christian Wulff (CDU) ihre Stimme geben, sagte Pieper am Montag.
«Es ist nur legitim und fair, dass sich viele Menschen im Osten zu dem früheren DDR-Bürgerrechtler bekennen», sagte Pieper. Wenn der niedersächsische Ministerpräsident keine großen Fehler mache, werde er aber die Mehrheit der Bundesversammlung erreichen. Dienstag, 25. Mai 2010Das Auswärtige Amt ist ein Ministerium, ein Ministerium, ein Ministerium!Es hat so etwas von einer Klassenfahrt, wenn man sich früh morgens mit einer Gruppe auf dem Bahngleis trifft, um eine Reise zu machen. Und Berlin ist schließlich immer eine Reise wert. Das dachten sich auch die Nachbarn von Conny, FDP-Mitglieder aus dem Saalkreis und Köthen, ein paar Hallenser und ein junges Pärchen, dass von keiner anderen Partei mitgenommen wurde. Parteitourismus! Lehrter Bahnhof Berlin Hauptbahnhof untere Ebene raus auf den nahegelegenen Parkplatz und ab in den Bus zum Auswärtigen Amt. Zwischendurch schon erste Infos zu Berlin durch die kompetente Reisebegleiterin. Vor dem Auswärtigen Amt kurzes Schlange stehen bis zur Überwindung der Sicherheitskontrolle. Geschafft! Anschließend Inempfangnahme durch zwei Mitarbeiter des AA. Das erste Gespräch verlief in etwa so: Frage eines Besuchers: "Wo ist das Außenministerium?" Antwort eines Mitarbeiters: "Sie sind mittendrin!" Erwiderung: "Wie? Steht doch Amt drauf!" Antwort: "Ist aber Ministerium drin!" Und dann kam sie auch schon, die Staatsministerin Pieper. Ein wenig gesundheitlich angeschlagen, aber gewohnt lächelnd stand sie uns Rede und Antwort. Danach lud sie uns in ihr Büro ein. Auf die historische Tatsache, als Ossi das DDR-Regime überwunden zu haben und nun als liberale Staatsministerin im AA im alten Büro von Egon Krenz zu sitzen, wies sie uns besonders hin. Ich hoffe, diese Aussage muss ich nie von einem Linken hören. Dann könnte es heißen: "Da sind wir wieder." Mit dem Paternoster ein paar Stockwerke höher. Im Büro der Staatsministerin fielen uns sofort die vielen Erinnerungen an Halle auf, Genscher-Abbilder einbezogen. Home is where your heart is. Dann folgte die Übergabe unserer Besuchergruppe an Connys Sicherheitschef. Per Paternoster ganz in den Keller. Korrigiere: In den Tresorraum der alten Reichsbank. Hier ruhte das Krisenreaktionszentrum. "Das kennen Sie aus den Fernsehnachrichten!" - "Ja! Aber irgendwie wirkt es da größer." Die neun Uhren an der Wand zeigen, welche Stunde auf der Welt schlägt. Im Fokus waren Haiti und Chile - Erdbeben: Auch Deutsche unter den Opfern! Die Lage war Gott sei Dank unter Kontrolle. Bei Notfällen wähle 030 / 18 17 / 0. Die Amtsahnenreihe deutscher Außenminister wurde uns leider nicht gezeigt. Hängt Ribbentrop wirklich dort oder in Nürnberg? Wurde Fischer schlank oder dick abgelichtet? Und was ist überhaupt mit Dr. Westerwelle? Fragen, die leider nicht beantwortet wurden. Zum Schluss dann noch ein Imagefilm über das AA als Rausschmeißer. Hat geklappt! Vor dem Verlassen des Amtes doch noch ein Zeichen des Hausherrn. In der Auslage des amtsinternen Zeitschriftenkiosks hatten wir ihn ausgemacht. Auffällig zwischen Spiegel, New Yorker und Cicero platziert, war sein Konterfei abgedruckt. Auf knallgelben Grund flogen ihm Schrauben aus dem Kopf und tropfte Öl aus der Nase. Das endgültige Satiremagazin Titanic titelte: "Kopfdichtung defekt. Schraube locker. Nicht zu bremsen. - TOYOTA ruft WESTERWELLE zurück!" Ab dafür und rein in den Bus. Zum Essen ging es ins Steakhaus. Wir hatten zuvor noch etwas Zeit, über den Alex zu streifen und kurz unter den Linden zu verweilen. Pomp und Gloria und wahrlich kaiserliches erblickten unsere Augen. Zwar ist Berlin als Beta World City + längst nicht, was es einmal war, aber es ist prächtig und hat die besten Chancen auf mehr. Vielleicht ist diese Stadt sogar Sexy, weil auch das etwas mit dieser aristokratischen Unnahbarkeit zu tun hat. Nach dem Mittagessen in Mitte rauschten wir in den Rundfunk im amerikanischen Sektor. Heute sendet von hier aus der Deutschlandfunk. Von den Amerikanern war keine Spur mehr. Der Denkmalschutz erhielt nur hier und dort und auf dem Dach die RIAS-Schriftzüge. Die Führung durch das Gebäude mit Besichtigung der Redaktion, der Aufnahmestudios und einem Übertragungswagen war kurzweilig und bleibt empfehlenswert. Erfolg verbucht und per Reisebus zum Reichstag. Das Wetter schlug um. Die Einlassschlange war lang. Wir gingen an ihr vorbei und direkt in den Plenarsaal. Was für ein Privileg. Kurze Einführung durch das Bundestagspersonal. Es stand die Haushaltsdebatte zum 14. Unterhaushalt - Verteidigung an. Die Anweisungen waren: Keine Transparente! Nicht einschlafen! Keine Zwischenrufe! Keine Handzeichen! Sonst drohte der Rauswurf. Wir gingen zu unseren Plätzen auf den Zuschauerrängen. Im Plenarsaal nahm Conny auf dem Ministerrängen platz. Prompte Reaktion aus unseren Reihen: "Hallo Conny!" Dazu zeigte er den Arm auf. Und - es passierte nichts! 45 Minuten darf jede Gruppe bleiben. Weit länger musste Verteidigungsminister zu Guttenberg ausharren. Der Tag näherte sich seinem Ende. Ein bisschen Frischluft tat uns allen gut. Also ab ins Dach. Der Blick auf Berlins gläsernes Sahnehäubchen ist schon schmuck, durch es hindurch zur einen Seite auf die hell erleuchteten Straßen der Metropole und zur anderen Seite ins Zentrum der Macht aber auch. Steven manövrierte uns zuverlässig mit seinem Bus über die breiteste Straße Berlins, der Karl-Marx-Allee nach Friedrichshain in unser Hotel. Und damit hatte uns das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung einen riesen Gefallen getan. Zentral zur City-Ost und -West, ruhig und dennoch unweit des Szeneviertels um den Boxhagenerplatz gelegen, bot die Herberge jedem Teilnehmer das gewünschte Berlin. Vor der freien Gestaltung des Abendprogramms gab es noch ein reichhaltiges warmes sowie kaltes Buffet. Zeit, um die Mitreisenden kennenzulernen. Von daher schöne Grüße an den OV Köthen. Gut gestärkt und das Schlafgemach bereitet macht eine Gruppe junger Männer was? Natürlich das feierfreudige Umfeld erkunden. Also ging es für unsere Truppe zum Boxi. Mein Kiez. Meine Kneipe. Meine Döner-Bude. Eigentlich war alles so, wie man es auch aus Halle kennt, nur mehr und größer und das in einem von vielen Stadtteilen. Willkommen in der Berliner Republik! Die kurze Nacht war geschwängert von den traumhaften Eindrücken des Vortages. Nach dem Genuss eines weiteren reichhaltigen Buffets ging es weiter in den Bienenstock des Weinkönigs. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie lud zum Informationsgespräch. Hoffentlich würden wir nicht mit einem Rainer-Brüderle-Action-Image-Film über das Ministerium abgefertigt werden. Wurden wir nicht. Stattdessen empfing uns ein Mitarbeiter - der mich irgendwie an den Komiker Mario Barth erinnerte - sinnentsprechend wie folgt: "Icke hier, weeste, icke komm aus Berlin, aus Berlin und ick sprech auch so." Kein Scherz, sondern die Einleitung des Mitarbeiters, der neben Besuchergruppen ebenfalls die Exzellenzen betreut, bzw. vom Flughafen abholt. Es folgte eine Powerpoint-Präsentation zur Historie des Gebäudes, dem Aufbau sowie dem Leben und Arbeiten im Ministerium. Der Vortrag hatte seine Höhepunkte und die lassen sich sinngemäß wie folgt wiedergeben: "Hier. Wirtschaftsministerium. Acht Abteilungen plus Zentralabteilung. Europapolitik. Machen wir och. Wirtschaftspolitik. Is' klar. Mittelstandspolitik. Ganz wichtig! Energiepolitik. Kennse! Laufzeiten verlängern oder nicht. Ähh. Wat noch? Industriepolitik. Nicht so wichtig wie Mittelstandspolitik. Größter Arbeitgeber. Is' klar. Außenwirtschaftspolitik machen wir och noch. Technologiepolitik. Auch gut. Und dann ist noch in unserem Hause die Abteilung für Kommunikations- und Postpolitik untergebracht. Kennste? Post und Telefon. Kennste? Jaa, kennste! Aber da willste nicht hin. Icke bin vom Sozialamt. Ditte is' mir lieber als Kommunikations- und Postpolitik. Verstehste? Lieber geh' ick wieder zurück als in diese Abteilung." Besucher fragte: "Da kommen die ausländischen Unternehmen nach Sachsen-Anhalt und bauen solange ihre Solarzellen, bis sie keine Subventionen mehr bekommen. Dann sind sie weg. Warum macht der Staat nichts dagegen?" Antwort: "Soll ick mal wat sagen? Mal janz ehrlich." Der Mitarbeiter beugte sich vor und flüstert für jedermann wohl vernehmlich: "Machen wir Deutschen im Ausland doch och. Globen Sie mir. Is' so!" Nächste Frage: "Wie kann es sein, dass Deutschland der weltweit drittgrößte Exporteur von Waffen ist." Der Mitarbeiter beugte sich wieder zum Besucher vor: "Wieso? Janz einfach. - Made in Geeermanyyy!" Dann verließ uns der Mitarbeiter in Richtung Flughafen, um irgendeinen Wirtschaftsattaché oder so abzuholen. Wir gingen auch, und zwar zum Bus. Letzter geplanter Höhepunkt war eine politisch orientierte Stadtrundfahrt. Nachdem wir den Stadtführer eingesammelt hatten, ging es los. Kreuz und quer durch Berlin lernten wir, dass im alten Todesstreifen jetzt ein Vulkan steht. Das Sony-Center am Potsdamer Platz ist dem Fuji nachempfunden. Das russische Kriegsdenkmal in Erinnerung an die Eroberung Berlins im zweiten Weltkrieg steht auf Wunsch der Russen im Westen der Stadt. Dieser Umstand soll der historischen Wahrheit geschuldet sein. Die Friedrichsstraße in der City- Ost boomt. Der Ku'damm in der City-West stirbt trotzdem nicht. Das Café Kranzler ist deshalb so bekannt, weil hier die erste Frau den Herrn Kaffee einschenkte. Kreuzberger mit und ohne Migrationshintergrund fühlen sich als Kreuzberger. Dort gibt es auch das vom Berliner Künstler Peter Fox in dem Lied "Schwarz zu Blau" besungene "Bagdads Backwaren". Und wie der Sänger selber singt, soll auch nach Auskunft des Stadtführers die Backwarenverkäuferin Fatima wirklich süß sein. Ein Zwischenstopp war leider nicht möglich. Übrigens ist Kreuzberg der Stadtteil, in dem zu Letzt ein McDonalds in Berlin eröffnete. Ferner bestand der Checkpoint Charlie so nie an dem jetzigen Standort. Hier und dort gab es noch Ländervertretungen, Botschaften und Parteizentralen zu sehen. Neben den Botschaften gibt es noch Provinzvertretungen, wie die der kanadischen Provinz Québec neben dem Brandenburger Tor. Berlin ist nämlich eine der weltweit wichtigsten Lobby-Standorte. So soll z.B. die Raucher-Lobby direkt gegenüber der Nichtraucher-Lobby ansässig sein. Die Kanzlerin soll übrigens direkt am Pergamon-Museum wohnen. Zwei Polizisten vor der Tür der Gründerhausvilla könnten den Weg weisen. Der Bundespräsident wohnt nicht im Schloss Bellevue. Dürfte er aber. Ist die Bundesflagge gehisst, ist er im Land. Frei nach dem Merksatz: "Ist der Lumpen auf dem Dach, ist der Lappen zu Haus." Und, und, und. Zurück am Reichstag gab es Mittagessen. Letzter Programmpunkt war ein Fototermin. Dabei spielte uns der mächtige Fußballgott Zufall in die Hand. Beim Fototermin vor dem Reichstag stellte sich völlig unerwartet der großartige Jackson Lindsay zu unserer Reisegruppe. Der Fotograf drückte ab. Alles im Kasten. Was für eine Volksnähe. Allen, die solch eine Reise noch nicht mitgemacht haben, sei gesagt, dass es bildend und spaßig ist. Kurzum: Absolut lohnenswert! An- und Abfahrt, Führungen, Übernachtung und Essen sind frei. Von mir als Reiseteilnehmer sei ausgerichtet, dass die Planung des Aufenthaltes durch Silke Hüttenrauch und die Betreuung vor Ort durch Frau Fröhlich hervorragend war. Vielen Dank! Von RENÉ SCHUHR Freitag, 18. Dezember 2009Wort gehalten – Familien und Mittelstand werden entlastet
Heute ist ein guter Tag für Deutschland. Mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz und einer Entlastungswirkung von 21 Milliarden Euro setzen wir zum 1. Januar 2010 das um, was wir vor der Bundestagswahl versprochen haben und machen damit deutlich: Die FDP hält Wort.
Wir entlasten die Familien und geben ihnen wieder mehr finanziellen Spielraum. Wir beseitigen grobe Ungerechtigkeiten bei der Erbschafts- und bei der Unternehmenssteuer. So werden Unternehmen entlastet, damit sie durch Investitionen Ausbildungs- und Arbeitsplätze sichern und neue schaffen können. Wir sorgen mit einer Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes im Beherbergungsgewerbe dafür, dass die arbeitsintensive Hotellerie gerade bei kleinen und mittleren Betrieben wieder Luft für Investitionen erhält, damit Ausbildungs- und Arbeitsplätze dauerhaft gesichert werden können. Der erste Schritt zur Entlastung ist gemacht. Einen weiteren Entlastungsschritt werden wir im nächsten Jahr auf den Weg bringen. Wir werden insbesondere die unteren und mittleren Einkommensbezieher vorrangig entlasten und gleichzeitig den Mittelstandsbauch abflachen, indem wir den Einkommensteuertarif zu einem Stufentarif umbauen. Freitag, 19. Juni 2009"Wissen schafft Werte"...Im internationalen Vergleich habe Deutschland durchaus Nachholbedarf an privatem (Risiko-)Kapital, so Tränkle. Gerade in der aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise seien aber auch staatliche Unterstützungen denkbar, wie etwa ein Konjunkturprogramm, das nicht nur "in Beton" investiere, sondern auch in Köpfe. Dies könne zum Beispiel durch das zeitweilige Ausleihen von Personal an Forschungseinrichtungen aus Industrieunternehmer geschehen, wenn diese konjunkturbedingt Überkapazitäten haben. Ein weiteres Konjunkturprogramm stellte Meyer-Krahmer nicht in Aussicht, verwies aber auf das vielfältige Angebot des Staates an Fördermaßnahmen für Unternehmensgründungen. Diese könnten allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Risikobereitschaft und das Engagement für den Weg aus der Forschung in die Selbstständigkeit von den Wissenschaftlern getragen werden müsse. Ein solcher war mit Dr. Björn Christensen auf dem Podium vertreten. Christensen hat seine Firma Analytix für Dienstleistungen auf den Gebieten der quantitative Marktforschung und statistischen Datenanalyse aus dem Kieler Institut für Weltwirtschaft heraus gegründet. Er berichtete unter anderem vom Praxisschock als Unternehmer, wenn es um so wissenschafts-untypische Dinge wie Kundenakquise geht.
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Donnerstag, 18. Juni 2009Zum Tode von LORD RALF DAHRENDORFDie FDP verneigt sich vor LORD RALF DAHRENDORF, dem sie sehr viel zu verdanken hat.“
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Donnerstag, 4. Juni 2009Politik, Geschichte und AlltagsproblemeEin Blick hinter die Kulissen der Bundespolitik. Das hatte Bundestagsabgeordnete Cornelia Pieper versprochen. Und 50 Gäste aus ganz Sachsen-Anhalt waren dieser Einladung gefolgt und fuhren am 28. und 29. Mai nach Berlin. Neben einem Besuch im Informations- und Dokumentationszentrum der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes in der Berliner Mauerstraße und einem Stopp in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt, gehörte der Besuch der Plenarsitzung zu den Höhepunkten der Reise. Maritta Dziuba und Ehemann Hans-Dieter, die zu den Teilnehmern der Reisegruppe gehörten: „Es war sehr spannend die Politiker von der Besuchertribüne zu beobachten.“ Dem stimmten auch Birgit Schatz und Monika Peter zu. „So eine Bundestagsdebatte kennt man sonst nur aus dem Fernsehen. Live dabei zu sein, ist schon ein besonderes Erlebnis.“ Kreisgebietsreform, die Sorge um Schulschließungen im ländlichen Raum, die anstehenden Kommunalwahlen und die steigenden Arbeitslosenzahlen - das waren nur einige Themen, die den Bundestagsbesuchern auf den Nägeln brannten und vor Ort diskutiert wurden. Weitere Punkte auf dem Berlinprogramm waren die Besuche im Bundesministerium für Arbeit und Soziales und im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Reiseleiterin Manuela Lukow krönte den zweiten Tag mit einer Stadtrundfahrt. „Ich zeige meinen Gästen gern die schönen Seiten der Stadt. Gerade rund ums Regierungsviertel gibt es immer wieder Spannendes zu entdecken, auch für mich als Reiseleiterin“, schmunzelt sie, bevor sie ihre Besucher am Hauptbahnhof wieder verabschiedete.
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Donnerstag, 23. April 2009„Girls and Boys Day“ bei der FDP-BundestagsfraktionDie forschungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Cornelia Pieper und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten den 14-jährigen Leonidas Bsat (Foto, links) begrüßen, der die 8.Klasse des Goethe-Gymnasiums in Berlin-Wilmersdorf besucht. Für Leonidas ging es vor dem Besuch im Büro von Cornelia Pieper erst einmal auf die Besuchertribüne des Reichstages, wo er die Debatte des Plenums zum Berufsbildungsbericht 2009 verfolgen konnte. Danach stand ein Treffen aller Schülerinnen und Schüler mit dem FDP-Fraktionsvorsitzenden Guido Westerwelle auf dem Programm. Anschließend besuchten die Jungs und Mädchen die Reichstagskuppel. Zu dem Besuch eingeladen hatte die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion, Miriam Gruß. Mit ihr hatten sich die Schüler am frühen Morgen zu einem Frühstück getroffen. Dabei stellte sie ihnen unter anderem die "Jugendfraktion" vor - ein Internetangebot der FDP-Bundestagsfraktion für junge Menschen. Leonidas Bsat schien es gut gefallen zu haben. Bereits nachmittags schrieb er zur Freude Cornelia Piepers und ihrer Mitarbeiter per E-Mail: „Ich wollte mich für den tollen Tag bei ihnen sehr herzlich bedanken. Die Zeit mit Ihnen zu verbringen, hat mir sehr viel Spaß gemacht.“ Mittwoch, 8. April 2009Abwrackprämie ist ein teures Wahlkampfinstrument
Die Abwrackprämie wird auf fünf Milliarden Euro aufgestockt. Damit können bis zum Jahresende insgesamt rund zwei Millionen Prämien in Höhe von 2500 Euro ausgezahlt werden. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen. Die FDP Fraktion kritisiert diese Entscheidung und befürchtet einen Einbruch des Automobilmarktes nach Ende der Prämienzahlungen. Mit Blick auf die Bundestagswahlen im September ein "teures Wahlkampfinstrument". Die zusätzlichen Milliarden für die Prämie würden spätere über Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen finanziert.
Am Dienstag hatte eine Ministerrunde unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossen, die Abwrackprämie für Altautos weiterlaufen zu lassen. Bis zum Jahresende stehen dafür fünf Milliarden Euro bereit. Bislang waren dafür zwei Milliarden Euro vorgesehen. Die Prämie wird weiterhin in vollem Umfang ausgezahlt. 1,2 Millionen Anträge liegen bereits vor. Die finanziellen Mittel reichen jetzt für zwei Millionen Anträge. Kritiker bezweifeln den ökonomischen und ökologischen Nutzen der Fördermaßnahme. Zudem profitieren vor allem ausländische Kleinwagenhersteller von dem Neuwagen-Boom. Es wäre das Beste gewesen, man hätte die Abwrackprämie auslaufen lassen, wie es von Anfang an zugesagt worden sei. Auch wenn die Förderung zu einer "gewissen Belebung im Autohandel" geführt hat, anschließend aber werde sie zu einem Einbruch des Automobilmarktes führen. Der FDP-Finanzexperte Solms verwies darauf, dass etwa zwei Drittel der über die Abwrackprämie gekauften Autos in anderen Ländern hergestellt würden. "Die deutsche Automobilindustrie hat davon nicht sehr viel". Um den deutschen Automobilherstellern zu helfen, hätte man die Abschreibungen für Geschäfts- und Dienstwagen erhöhen sollen. "Das sind die Mittelklassewagen, die in Deutschland hergestellt werden, die dann gekauft worden wären." Solms warf der Bundesregierung vor, planlos zu agieren. "Das ist ja das Schlimme, dass die Bürger den Eindruck haben, die Bundesregierung weiß nicht, was sie will: rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln." Um Vertrauen bei den Bürgern zu schaffen, müsse man kluge Entscheidungen treffen und sich dann an diese Entscheidungen halten, unterstrich der Liberale. Jetzt entstehe Misstrauen und eine Nehmer-Mentalität. Jeder nehme mit was er könne, so lange es noch geht. "Wer weiß, wie lange die Bundesregierung das noch bezahlen kann?"
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13:37
Mittwoch, 25. März 2009Subventionswettlauf mit Abwrackprämie – Staat betreibt Wertevernichtung Zur Verlängerung der so genannten Abwrackprämie Nicht jede Blitzentscheidung ist auch blitzgescheit. Merkel und Steinmeier eröffnen den Subventionswettlauf um Stimmen. Die Abwrackprämie ist volkswirtschaftlich bestenfalls ein Nullsummenspiel. Dem Plus der Neuwagenhändler steht das Minus der Gebrauchtwagenhändler gegenüber. Der Staat fördert Wertevernichtung und greift massiv in Marktstrukturen ein. Seit Einführung der Abwrackprämie sind die Gebrauchtwagenpreise deutlich gefallen. Viele mittelständische Gebrauchtwagenhändler müssen bereits um ihre Existenz bangen. Alle müssen dafür zahlen, dass wenige begünstigt werden. Wer sich jetzt kein neues Auto leisten kann, dem nützt auch keine staatliche Prämie. Es ist bezeichnend, dass der zuständige Bundeswirtschaftsminister bei diesem Verlängerungsbeschluss offensichtlich überhaupt nicht eingebunden war.
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16:11
Dienstag, 24. März 2009Rede von Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler „Diese Rede sprach über die Glaubwürdigkeit der Freiheit und war glaubwürdig, weil sie innerlich frei war. Hinter dieser Rede kann sich die übergroße Mehrheit der Deutschen versammeln. Nicht nur die Krise zu verwalten, sondern die Zukunft zu gestalten, indem man die Chancen der Krise nutzt – damit übernimmt der Bundespräsident die Meinungsführerschaft. Das nachdrückliche Plädoyer für die soziale Marktwirtschaft, die auf Freiheit und Verantwortung setzt, ist der richtige Kompass für die deutsche Politik.“
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14:12
Freitag, 20. März 2009Finanzministerium wird zur "Enteignungsbehörde" Am Freitag stand das Enteignungsgesetz der schwarz-roten Regierung im Bundestag zur Debatte. Mit dem Gesetz untergrabe die Koalition das Fundament der Sozialen Marktwirtschaft, kritisierte FDP-Wirtschaftsexperte Rainer Brüderle in seiner Rede. Zwar könne der Staat in der Wirtschafts- und Finanzkrise nicht tatenlos zusehen, doch mit diesem "Schlag gegen die Wirtschaftsordnung" begehe die Koalition einen absoluten Tabubruch, denn "Privateigentum ist ein Grundrecht". Wir Liberalen spielten nicht mit den Grundrechten, sondern verteidigten sie. Weil es "gangbare Alternativen" gebe, brauche man keine Enteignungen."Früher in der DDR hieß es, der Rat des Staats ist die Enteignungsbehörde, jetzt ist es bei uns der Finanzminister". Mit der Mehrheit der schwarz-roten Koalition wurde das Bankenrettungsgesetz im Deutschen Bundestag verabschiedet. Unsere Republik wird sich verändern, weil die jeweilige Bundesregierung dann ab sofort sagen kann, "hier enteigne ich mal und da enteigne ich mal". Mit dem Enteignungsgesetz sollen Aktionäre wie der US-Investor Flowers aus der Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) gedrängt werden. Entschließungs-Antrag der FDP-Fraktion zur zweiten und dritten Beratung des Gesetzentwurfs der Fraktionen CDU/CSU und SPD Entwurf eines Gesetzes zur weiteren Stabilisierung des Finanzmarktes Antrag der FDP-Fraktion: Notleidenden Unternehmen Sanierunschancen durch effizientere Gestaltung der gesetzlichen Regelungen im Insolvenzplanverfahren geben
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Dienstag, 17. März 2009FDP begrüßt RentenerhöhungDas Ergebnis hätte jedoch auch ohne den manipulativen Eingriff in die Rentenformel erreicht werden können. Mehr als das: Durch das Nachholen des Riesterfaktors ab 2011 werden die Rentnerinnen und Rentner nach dem Willen der so genannten großen Koalition ihre jetzige Erhöhung selbst finanzieren müssen. Es ist zudem der Versuch eines Taschenspielertricks, wenn Schwarz-Rot den Rentnerinnen und Rentnern die Rücknahme einer gerade erst zum 1.1.2009 eingeführten Beitragssatzsteigerung in der gesetzlichen Krankenversicherung als rentenpolitische Wohltat verkaufen will. Die Rentenerhöhung wäre ohne die Bundestagswahlen im September sicherlich anders ausgefallen.
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10:55
Mittwoch, 17. Dezember 2008Statt Kindergeld BildungsgutscheineNach dem Familienleistungsgesetz soll das Kindergeld um je 10 Euro für das erste und zweite Kind steigen. Für jedes weitere Kind soll das Kindergeld um 16 Euro erhöht werden.
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