Die aktuellen und demnächst anstehenden Aufgaben in Gardelegen waren jetzt Inhalt eines Bürgermeistergesprächs zwischen Konrad Fuchs (SPD) und der FDP-Bundestagsabgeordneten Cornelia Pieper.
In den Jahren nach der Wende hat sich vieles getan in Gardelegen. Die Infrastruktur wurde verbessert, die meisten Häuser wurden – dank auch der unzähligen Privatinitiativen den Fördermitteln für die Altstadtsanierung – saniert. Neben der Infrastruktur hat sich die wirtschaftliche Situation in der Region und der Stadt Gardelegen stetig verbessert. Gardelegen ist seit jeher nach Stendal und Salzwedel die bedeutendste Stadt in der Altmark. Die Einwohnerzahlen von Gardelegen pendeln je nach äußeren, zeitgeschichtlichen Einflüssen seit etwa 150 Jahren um die 10.000 – Marke, aktuell 11.400 Einwohner.
Bürgermeister Fuchs bat die Bundestagsabgeordnete Pieper ausdrücklich, sich in Berlin dafür einzusetzen, dass die Gewerbesteuer erhalten bleibt. „Wenn die Gewerbesteuer den Kommunen entzogen wird, kann ich die Wirtschaftsförderung einstellen. Wozu bemüht man sich, wenn man nicht mehr ernten darf?“.
Frau Pieper macht Bürgermeister Fuchs auf ein neues Vorhaben der Bundesregierung aufmerksam. Der Bund hilft kleinen Unternehmen, indem er Zuschüsse für externe Berater zahlt. Hierbei geht es nicht um Unternehmensberater im eigentlichen Sinn, sondern um eine Zusammenarbeit der kleinen Unternehmen mit den Universitäten und Privaten Forschungsinstituten. Pieper: „Es ist vielleicht die wichtigste Entscheidung der Politik für die ostdeutsche Industrieforschung seit Jahren. Die Forschung bekommt damit einen zusätzlichen Anreiz, direkt mit kleinen und mittleren Firmen zusammenzuarbeiten.“