Das Auswärtige Amt fördert Nachwuchskräfte aus Entwicklungsländern. Mit einem neuen Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) bietet es Stipendiaten aus Afrika, Lateinamerika, Asien und dem Nahen Osten die Möglichkeit, sich in Deutschland in "Guter Regierungsförderung" ausbilden zu lassen. Staatsministerin Cornelia Pieper begrüßte die Studierenden des ersten Ausbildungsjahrgangs als "Partner für die Zukunft".
In ihrer Ansprache unterstrich Pieper, gute Regierungsführung sei zugleich "Anspruch und Prüfstein" für die deutsche Außenpolitik. Deutschland wolle die Welt nicht bekehren, aber die eigenen Erfahrungen zur Verfügung stellen. Die Bundesregierung sei daher bemüht, mit ihren Partnern "Lösungen für gemeinsame Herausforderungen" zu finden:
Sie alle sind Führungskräfte von morgen. Sie studieren, weil Sie mit Ihren Ideen und mit Ihrem Verständnis von „good governance“, also „guter Regierungsführung“, Menschen bewegen wollen. Einer von Ihnen wird vielleicht ein Netzwerk von NGOs gründen, das die Politik im Bildungssektor Ihre Landes beeinflussen kann. Eine andere wird vielleicht in einem Ministerium Management-Reformen anstoßen. Vielleicht ist einer von Ihnen in seinem Unternehmen Wegbereiter der Mitbestimmung, die Produktivität und Persönlichkeit fördert.
Sie alle werden ausgebildet, damit Sie beitragen können zu guter Regierungsführung. Dazu, dass Menschen durch funktionierende Strukturen in Wirtschaft, Politik und Verwaltung und als Mitglieder der Zivilgesellschaft letztlich ihr Leben gestalten können.
Rede von Staatsministerin Pieper anlässlich DAAD-Programm "Public Policy and Good Governance", 28.01.2010
Das neue Stipendienprogramm des DAAD "Public Policy and Good Governance" wird vom Auswärtigen Amt finanziert und im Rahmen der Außenwissenschaftsinitiative eingerichtet. Es ermöglicht künftigen Führungskräften in Politik und Verwaltung in ausgewählten Masterstudiengängen in Deutschland zu studieren und sich praxisorientiert fortzubilden. Ziel ist es, demokratische Verwaltungsstrukturen und gute Regierungsführung in Entwicklungsländern zu fördern und die Zivilgesellschaft zu stärken. Am 28. Januar fiel in der Berliner Hertie School of Governance der Startschuss.
Weitere Informationen auf der Webseite des DAAD
Quelle:
Auswärtiges Amt