
Bei ihrem Antrittsbesuch in Polen äußerte Cornelia Pieper die Zuversicht, dass beide Länder gemeinsam in die Zukunft blicken. Vor allem die Menschen sollten spüren, dass die gemeinsamen Beziehungen eine neue Qualität erlangen, versprach die Koordinatorin für die deutsch-polnische Zusammenarbeit.
Zuvor besuchte Pieper die baltischen Länder und sprach dort über die Kultur- und Bildungszusammenarbeit.
Pieper sagte in Warschau auf einer Pressekonferenz mit ihrem polnischen Pendant W?adys?aw Bartoszewski, beide Länder hätten ein neues Kapitel in den deutsch-polnischen Beziehungen aufgeschlagen, weil sie als Partner in Europa auftreten. Sie stellte sich hinter das von Außenminister Westerwelle formulierte Ziel, diese Beziehungen nach dem Vorbild des Verhältnisses zum westlichen Nachbarn Frankreich auszubauen. Dies sei ihr ein "Herzenswunsch". Bartoszewski betonte, das Treffen diene "der Zukunft, nicht der Vergangenheit".
Der Nachbarschaftsvertrag - eine bewährte Grundlage
Am 17. Juni 2011 wird der Nachbarschaftsvertrag zwischen beiden Ländern 20 Jahre alt. Man sei sich einig, so Pieper, dass dieser Vertrag auch weiterhin die Grundlage für das Verhältnis zwischen den beiden Ländern bilden solle, denn er habe sich bewährt.
Gemeinsame Agenda zum Ausbau der Beziehungen
Deutschland und Polen haben sich auf eine gemeinsame Agenda für die Intensivierung ihres Verhältnisses verständigt, sagte Pieper weiter. Ein wichtiges Element sei dabei das Deutsch-Polnische Forum. Es ist eine bedeutsame Plattform für den Dialog beider Länder. Außerdem haben die Außenministerien beider Länder einen Beamtenaustausch vereinbart. Darüber hinaus soll der energiepolitische Dialog intensiviert werden.
Weimarer Dreieck für die Jugend öffnen
Große Bedeutung messen Pieper und Bartoszewski dem weiteren Ausbau des Weimarer Dreiecks zu, dem Forum für die trilateralen Beziehungen zwischen Frankreich, Polen und Deutschland. Künftig sollen unter seinem Dach auch Treffen von Jugendlichen der drei Länder stattfinden.
Staatsministerin Pieper im Gespräch mit der Rzeczpospolita, erschienen am 12.01.2010
Baltikum: Kultur- und Bildungszusammenarbeit im Mittelpunkt
Vor ihrem Besuch in Polen reiste Staatsministerin Pieper in die baltischen Länder, wobei die geplante Landung in Talinn witterungsbedingt ausfallen musste. In Riga und Wilna sprach Pieper mit den jeweiligen Außen- und Kulturministern.
Gerade auch mit den kleinen Ländern wolle Deutschland die Kultur- und Bildungszusammenarbeit zu einer Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe ausbauen, betonte sie in Lettland. Sie unterstrich das Anliegen der Bundesregierung, die Zusammenarbeit mit den neuen EU-Mitgliedsstaaten zu stärken.
In Litauen nahm Pieper an einen Treffen der an der Partnerschulinitiative (PASCH) teilnehmenden Schulen des gesamten Ostseeraumes teil.
Initiative "Schulen: Partner der Zukunft"
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