
Cornelia Pieper, künftige Staatsministerin im Auswärtigen Amt :
"Ich will Brücken bauen von der Heimat in die Welt"
Die stellvertretende Bundes- und Landesvorsitzende der FDP, Cornelia Pieper, wird Staatsministerin im Auswärtigen Amt. Wolfgang Schulz sprach mit der Hallenser Bundestagsabgeordneten.
Volksstimme : Frau Pieper, Sie waren lange Zeit als Bildungsministerin im Gespräch. Sind Sie enttäuscht ?
Cornelia Pieper : Nein, das nicht. Ich bin angenehm überrascht, dass mich Guido Westerwelle ins Außenministerium holt, nachdem die CDU nicht bereit war, auf das Bildungsministerium zu verzichten.
Volksstimme : Was macht eine Staatsministerin ?
Pieper : Der neue Außenminister legt sehr viel Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit der ganzen Welt in der Kultur- und Bildungspolitik. Das sind auch die Schwerpunkte meiner zukünftigen Arbeit.
Volksstimme : Behalten Sie Ihr Bundestagsmandat ?
Pieper : Ja, der Staatsminister ist vergleichbar mit dem parlamentarischen Staatssekretär. Allerdings hat der Staatsminister weit mehr Kompetenzen.
Volksstimme : Kommt da Ihr Wirken als Abgeordnete aus Sachsen-Anhalt nicht zu kurz ?
Pieper : Bei den Kontakten zur wissenschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit mit vielen Ländern will ich darauf achten, was ich für Sachsen-Anhalt tun kann. Ich will Brücken bauen von meiner Heimat in die Welt.
Volksstimme : Sind Sie mit dem vorliegenden Koalitionsvertrag zufrieden ?
Pieper : Sehr sogar. Besonders im Bereich Bildung wurden viele FDP-Ziele umgesetzt, so die zwölf Milliarden Euro mehr für die Bildung bis 2013, das nationale Stipendienprogramm und das Bildungskonto für Schüler.
Volksstimme : Hätten Sie das gern als Bildungsministerin in die Praxis umgesetzt ?
Pieper : Ja, aber als Bundestagsabgeordnete werde ich ein waches Auge darauf haben, dass alle bildungspolitischen Ziele umgesetzt werden.