Donnerstag, 27. März 2008
In der Öffentlichkeit ist er kaum bekannt. Doch Fred B. Irwin, seit 1991 Präsident der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer, zählt bei Industriellen und Bankern zu den einflussreichsten Interessenvertretern Deutschlands. Auf Einladung der stellv. Bundesvorsitzenden und Landesvorsitzenden Cornelia Pieper, besuchte er am Mittwoch (26. März 2008) das hallesche Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) und schrieb sich als Gast von Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados ins Gästebuch der Stadt ein. Zum anschließenden Liberalen Forum „Amerikanische Investitionen in Mitteldeutschland“ konnte ihn dann die FDP Halle in den Stadtwerken Halle begrüßen. Nach den Begrüßungsworten vom Hausherren Wilfried Klose und dem Kreisvorsitzenden Gerry Kley (MdL), sprach Fred B. Irwin über die Arbeit der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer und die Investitionen Amerikanischer Unternehmer in Deutschland. Natürlich kam auch er nicht um die aktuellen Themen wie Wahlkampf in den USA und der aktuell niedrige Dollarstand und seine Auswirkungen herum. Im Rahmen der Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur Mitteldeutschlands wurden im Zeitraum 1991-2007 53 Projekte von amerikanischen Unternehmen z.B. in Sachsen-Anhalt mit 2,25 Mrd. Euro umgesetzt. Dabei investierten einige Unternehmen mehrfach. Genannt seien Beispielhaft: Coca Cola und Dell (in Halle), Nice Pack und Schwans (in Osterweddingen), Dow Chemical und Guardian Industrie (in Bitterfeld-Wolfen) und Puralube Inc. (in Zeitz). Die daraus resultierenden Dauerarbeitsplätze in Sachsen-Anhalt betragen mit 11.500 mehr als ein Viertel der durch ausländische Investoren geschaffenen Arbeitsplätze. Ein ähnlicher Investitionsumfang ist in Sachsen und Thüringen zu verzeichnen. Kann es hierbei noch Steigerungen geben, oder gilt das Interesse der Investoren jetzt Osteuropa? Wie sicher sind die geschaffenen Arbeitsplätze? Spielt Wissenschaft und Kultur in den Deutsch-Amerikanischen-Beziehungen auch eine Rolle? Die Amerikanische Unternehmen investieren weltweit am meisten in Deutschland, aktuell tun dies 2000 Firmen. Mitteldeutschland kann hierbei besonders durch seine Standortvorteile in den Bereichen Bildung und Forschung punkten. „Leider haben die Menschen aber zuviel Angst vor der Globalisierung“, stellte Irwin fest, „sie erkennen nicht welche Chancen damit auch verbunden sind“. Die grössten Chancen für Deutschland sieht Irwin in den Bereichen Wissen und Know-how Es muss möglich sein, auch ohne Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land, stolz auf sein Land zu sein. Wir können Dinge erreichen, die uns die Welt schon längst zutraut. „Investitionen in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen. Q-Cells ist auch deshalb nach Mitteldeutschland gekommen, weil wir hier ein gutes Fachkräftepotential vorhanden ist. Dies verpflichtet die Politik mehr in die Köpfe zu investieren“, so Cornelia Pieper.
Dienstag, 25. März 2008
Pressespiegel
Wer erfolgreich sein will, braucht Netzwerke. Männer wissen das schon lange. Nun sind auch die Frauen am Knüpfen: Beim Ladies Lunch am Freitag unter dem Motto "Frau trifft Kunst", zu dem die Liberalen Frauen Sachsen-Anhalts erstmals eingeladen hatten, war genau das das Anliegen des Abends, zu dem neben Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD) auch die Malerin Iris Band, die Opernsängerinnen Gabriele Bernsdorf und Petra Ines Strate sowie die Geschäftsführerin des Beruflichen Bildungswerkes Halle-Saalkreis, Iris Hillemann eingeladen waren. Auch Händelfestspielchefin Hanna John, Corinna Grabner, Firma Vorwerk, und andere Frauen aus der lokalen Wirtschafts-, Politik- und Kunstszene nutzten die Chance zum gegenseitigen Kennenlernen.
"Um Netzwerke knüpfen zu können, muss man sich erst einmal kennen", so Cornelia Pieper, FDP-Landeschefin und Schirmherrin des Abends, der nun regelmäßig laut Einladung "engagierte, interessante und interessierte" Frauen aus verschiedenen Bereichen an einen Tisch bringen soll. "Parteigrenzen spielen dabei keine Rolle", so Pieper in ihrem Eröffnungsstatement. Vielmehr sollen Frauen von den Erfahrungen anderer Frauen profitieren können. Daher steht künftig jeweils eine prominente Frau im Mittelpunkt, die durch ihre Person und ihre Arbeit bereits wichtige Impulse und Gedankenanstöße gegeben haben. Das können Expertinnen aus Kultur, Medien, Wirtschaft oder Wissenschaft sein. "Wir möchten miteinander ins Gespräch kommen", so Andrea Andreß, Landesvorsitzende der Liberalen Frauen.
am Freitagabend nun stellte Iris Band sowohl ihre Kunst als auch ihren Werdegang vor. Bei musikalischer Begleitung - übrigens durch zwei Herren - tauschten die Gäste an einem von Schülern der Lernbehindertenschule "Pestalozzi" und ihrer Lehrerin Bärbel Koglin gestalteten Buffet ihre Erfahrungen aus.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung 15. März 2008
Donnerstag, 20. März 2008
Von Staßfurt können die alten Bundesländer lernen
Das Zentrale Mahngericht der mitteldeutschen Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen, das im Sparkassenschiff in Staßfurt untergebracht ist, hat nach Einschätzung der stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden, Cornelia Pieper, und der justizpolitischen Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Mechthild Dyckmans, eine Vorbildwirkung in Deutschland. Von Staßfurt könnten die alten Bundesländer lernen, sagten sie.
"Das ist sehr sinnvoll, dass sich die drei mitteldeutschen Länder hier zusammengetan haben", sagte Dyckmans, die sich gemeinsam mit Cornelia Pieper sowie den Bundestagsabgeordneten Jens Ackermann und Christoph Waitz selbst ein Bild über die Arbeit des Mahngerichts verschafft hatte.
Dabei erfuhren sie von Gerichtsdirektor Thomas Dickel, dass in diesem Jahr in Staßfurt rund 170 000 Mahnanträge aus allen drei Ländern bearbeitet werden, wobei die Fälle aus Thüringen noch nicht vollständig in Staßfurt erfasst werden. Das soll im nächsten Jahr der Fall sein, wodurch sich die Zahl der Verfahren dann auf 300 000 erhöhen wird.
Die Mahnanträge können von den Gläubigern per Diskette, in Form eines schriftlichen Antrages, den es in jedem Schreibwarengeschäft geben dürfte oder über das Internet eingereicht werden. Von dieser Möglichkeit machen besonders die großen mitteldeutschen Energieversorgungsunternehmen, Wohnungsbaugesellschaften, die Rechtsanwälte großer Firmen und die Jugendämter Gebrauch. Aber auch private Vermieter oder andere Bürger, die ihre Forderungen eintreiben wollen, können dieses Verfahren nutzen, sagte Dyckmans, die Richterin am Hessischen Verwaltungsgerichtshof war.
Erfreut nahm sie von Dickel zur Kenntnis, dass die Schuldner, die innerhalb von 14 Tagen nach Eingang der Mahnbefehle Widerspruch einlegen können, mehr als die Hälfte der angemahnten Außenstände begleichen und nicht mehr zum Gericht gehen.
"Dieses Mahnverfahren ist sehr bürgerfreundlich. Die Bürger können es ohne Hinzuziehung eines Anwaltes beantragen", sagte Pieper. Es sei auch vorteilhaft für die Mittelständler. Die meisten von ihnen wüssten noch nicht, dass sie ihre offenen Beträge bei den Kunden nicht dreimal anmahnen müssen. Nach einer Frist von 30 Tagen sei der Schuldner im Verzug und der Gläubiger könne sofort handeln ohne finanziell in Vorleistung gehen zu müssen. Das sei wichtig für..... gung", fügte sie in Anspielung auf die schlechte Zahlungsmoral hinzu, unter der besonders das Handwerk und der Mittelstand zu leiden hätten. Da müsse die Justiz ihren Beitrag leisten. Aus diesem Grund hätten sich die Liberalen 2002 bei ihren Koalitionsverhandlungen mit der CDU in Magdeburg für das Zentrale Mahngericht stark gemacht, sagte Pieper.
"An diesem Beispiel wird deutlich, wie effizient und bürgerfreundlich Verwaltung gestaltet werden, wenn sich die drei mitteldeutschen Länder zusammenschließen", betonte sie. Sie bedauerte, dass die vor Jah............die Liquidität der Unternehmen.
Die in Staßfurt eingehenden Mahnaträge werden von 30 Mitarbeitern bearbeitet. "Eine tolle Sache ist die Garantie des Mahngerichts, dass dann innerhalb von nur einem Werktag ein Mahnbescheid erlassen wird ", sagte Dyckmans. "Das führt zu einer unheimlichen Beschleun.............iren angestrebte engere Zusammenarbeit von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen nun ein bisschen verloren gegangen sei. Eine solche Kooperation, wie sie seit dem 1. Mai 2007 in Staßfurt praktiziert werde, biete sich auch für die Statistischen Landesämter der drei Länder an, regte die FDP-Politikerin an.
Aus ihrer Sicht dürfe man die Bedeutung, die das Zentrale Mahngericht für Mitteldeutschland für das positive Image der Stadt Staßfurt habe, nicht unterschätzen.
Quelle: Volksstimme 20. März 2008 (Text und Foto)
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