Dienstag, 30. Oktober 2007
Erste Kreativitätsschule Sachsen-Anhalt
Der eingetragene Verein der Ersten Kreativitätsschule Sachsen-Anhalt ist seit 1992 erfolgreich als anerkannter freier Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe tätig. Am Beginn standen Freizeitangebote, die alle Sinne anregen und die Kreativität fördern. Bis zu 600 Kinder und Jugendliche nutzten diese Angebote. Das zugrunde liegende Konzept der Kreativitätsförderung wird auch in den Kindertagesstätten und der Grundschule umgesetzt, die der Verein 1996 bzw. 1997 in seine Trägerschaft übernahm bzw. gründete. Die Kindertagesstätten des Vereins gehören zu den größten und profiliertesten integrativen Kindertagesstätten der Bundesrepublik. Durch das Zusammenwirken der Kindertagesstätten, der Horte, der Grundschule und des Freizeitbereiches bietet die Erste Kreativitätsschule Kindern im Alter von 0 bis 12 Jahren ein durchgängiges kreativitätsförderndes Bildungskonzept. Das jahrelange erfolgreiche Wirken der Ersten Kreativitätsschule hat sie inzwischen zu einer über die Stadt Halle hinaus bekannte Institution auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendbildung werden lassen.
Aus Tradition gut... Halloren Schokoladenfabrik Halle - Deutschlands älteste Schokoladenfabrik
 Seit mehr als 200 Jahren werden in Halle exklusive Schokoladenwaren gefertigt. Diese lange Tradition, feinste Zutaten sowie das meisterliche Können der Konditoren lassen jedes Produkt zu einem besonderen Erlebnis werden. Die "Halloren" nannte man gegen Ende des 15. Jahrhunderts eine Bevölkerungsgruppe, die im "Thale zu Halle" heimisch war und von der Salzgewinnung lebte. Ursprünglich hießen sie "Hall-Leute". Daraus wurde später der Name Halloren. Die Original Halloren Kugeln verdanken Form und Namen den Silberknöpfen auf den Trachten der Halloren Bruderschaft. Seit den 50er Jahren führt die Halloren Schokoladenfabrik einen Halloren in ihrem Logo.
Neben einer kurzen Produktionsbesichtigung wurde auch das Schokoladenmuseum mit dem Schokoladenzimmer besucht. Wenn Besucher dieses Zimmer betreten, finden sie einen rund 17 Quadratmeter großen Raum vor, dessen Wände vollständig aus Schokolade gearbeitet sind. Auf einem Grundanstrich aus Vollmilchkuvertüre sind bis zu einer Höhe von ca. 1,80 Metern Kassetten-Ornamente angebracht, die aus 46 x 86 Zentimeter großen Platten von Zartbitter-Schokolade bestehen. Dieses Kassetten-Grundmuster ist verziert mit mehreren kleineren Schoko-Platten, die durch ihr Wechselspiel aus Vollmilch- und Zartbitterkuvertüre ein dezentes Farbspiel ergeben. Insgesamt 108 Schoko-Kassetten-Tafeln in sechs verschiedenen Größen von 120 bis fast 4000 Quadratzentimetern, jede rund 20 Millimeter dick, sind auf einem Holzuntergrund befestigt.
 Nach diesem schon fast sündigem Rundgang konnte natürlich auch Patrick Meinhardt nicht umhin einen kurzen Abstecher im Halloren Fabrikverkauf zu machen - Naschereien zur "Genüge."
Donnerstag, 25. Oktober 2007
Am Mittwoch (24.10.2007) wurde erstmals der von der stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden Cornelia PIEPER ins Leben gerufene Bürgerinnenpreis "Liberta" im Eugen-Gutmann-Haus der Dresdner Bank am Pariser Platz in Berlin verliehen. Von den drei Nominierten, Charlotte Feindt aus Köln, Isabell Krone aus Hildesheim und Gisela Wild aus Hamburg, machte schließlich die Verfassungsrichterin Wild das Rennen. Für die hochkarätig besetzte Jury aus Politik, Wirtschaft und Medien ist sie die "deutsche Jeanne d'Arc der Bürgerrechte“. Der Ehrenpreis ging an die Frauen-Fußballnationalmannschaft, der von der Torhüterin Nadine Angerer stellvertretend entgegen genommen wurde.
Mit dem von FDP-Partivize Cornelia Pieper im Rahmen der Frauenförderung der FDP ins Leben gerufene Bürgerinnenpreis Preis für "Engagement und Ehrenamt" sollen Frauen, die etwas Großartiges mit Vorbildcharakter für die Bürgergesellschaft leisten, geehrt werden. Pieper freute sich am Mittwochabend über die vielen Gäste, die in die Dresdner Bank am Pariser Platz gekommen waren. Es sei "eine schöne Premiere" für die Verleihung eines Preises für die Frauen, "die so frei waren, ihren eigenen Weg zu gehen." Ein Preis für Frauen, "die Spuren hinterlassen haben und die die Welt verändern wollen." Pieper zitierte in diesem Zusammenhang Maggie Thatcher, der ersten weiblichen Premierministerin Großbritanniens, die gesagt hat: "Wenn Sie etwas getan haben wollen, wenden Sie sich an eine Frau."
Der FDP-Ehrenvorsitzenden Hans-Dietrich Genscher knüpfte in seinem Grußwort daran an und unterstrich "die Richtigkeit dieser Worte". Er würdigte die "Liberta" als Ausdruck für eine "lebendige Gesellschaft". Genscher unterstrich das außergewöhnliche Engagement, den Mut, die Entschlossenheit und eine beachtliche Handlungskompetenz, die die Nominierten auszeichne. Er hob hervor, wie wichtig das Engagement der Nominierten auch "für die zukünftige Generation" sei. Für den FDP-Ehrenvorsitzenden ist der Preis überdies eine "urliberale Initiative".
Die Jury, zu der auch Maria von Welser, Direktorin NDR-Landesfunkhaus Hamburg, FDP-Parteivize Andreas Pinkwart und der freie Journalist Hajo Schumacher zählten, hatte vor diesem Hintergrund keine leichte Entscheidung zu fällen: Unter über fünfzig Vorschlägen genau diejenige auszuwählen, die am ehesten dem Anspruch gerecht wird, "nicht in eine bestimmte Schublade zu passen und auch nicht in irgendwelche Erwartungshaltungen gedrängt werden möchte und sich gleichzeitig um die Gemeinschaft verdient zu machen". Am Ende konnte Gisela Wild die von der Künstlerin Steff Bauer gestaltete, 16 Kilogramm schwere Marmorskulptur entgegen nehmen. Ob im Hamburger Bürgerschaftswahlkampf 1993, in dem sie für die FDP als Spitzenkandidatin antrat, als Rechtsanwältin, Verfassungsrichterin, Vertreterin der Klägerinnen im so genannten "Emma-Prozess" 1978 oder als sie 1983 gemeinsam mit Maja Stadler-Euler Verfassungsbeschwerde gegen das erste Volkszählungsgesetz einlegte. Gisela Wild war so frei, ihren eigenen Weg zu gehen. Dafür wurde die 76-Jährige mit dem erstmals vergebenen Bürgerinnenpreis der FDP ausgezeichnet. Sie nahm die Liberta mit den Worten an: "für mich und für andere Frauen, die sich engagieren und mich als Vorbild nehmen, ihre Rechte durchzusetzen."
Mit großer Freude nahm Nadine Angerer den Ehrenpreis im Namen der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft entgegen. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft 2007 in China ihren 2003 in den USA gewonnenen Titel erfolgreich verteidigt. Im Endspiel gegen Brasilien kam die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) 30. September in Schanghai zu einem 2:0 über Brasilien und blieb damit im gesamten Turnier ohne Gegentreffer - dies hatte es bisher weder bei Männer- noch Frauen-Weltmeisterschaften gegeben. Die deutsche und WM-Rekordtorschützin Birgit Prinz - die später den Silbernen Ball für die zweitbeste Spielerin des Turniers und Simone Laudehr trafen für Deutschland. Nadine Angerer parierte einen Elfmeter von Marta, bewahrte damit ihre weiße Turnier-Weste und wurde später folgerichtig zur besten Torhüterin der Weltmeisterschaft gekürt. Cornelia Pieper: " Nicht nur der Erfolg, sondern noch mehr die Art und Weise, wie dieses Team in China aufgetreten ist, waren beeindruckend. Hinzu kommt, dass im Gegensatz zur Herren-Fußball-Nationalmannschaft die Frauen in der Anerkennung ihrer Leistungen viel mehr Barrieren überspringen mußten."
Dienstag, 23. Oktober 2007
Berlin. Die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende CORNELIA PIEPER, MdB, Vorsitzende der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe, gab der „Thüringer Allgemeinen“ (Dienstagausgabe) das folgende Interview. Die Fragen stellte KAI SCHLIETER:
Frage: Welche Konsequenzen erwarten Sie nach der Wahl für die europäischen Beziehungen?
PIEPER: Die Polen haben mit ihrem Wahlergebnis ein deutliches Zeichen gesetzt, dass sie den neonationalistischen Kurs der KACZYNSKI-Brüder nicht mehr wollen und jetzt auf einen Neuanfang mit einem Politikwechsel setzen. Die Polen haben Mut zur Veränderung, wie sie es mit der ersten großen Freiheitsbewegung in einem sozialistischen Land, mit der Solidarnosc, Ende der siebziger Jahre bereits bewiesen haben. Das ist für das gemeinsame Haus Europa eine wichtige Botschaft.
Frage: Gibt es nun auch einen Bremsklotz in Europa weniger?
PIEPER: Ich erwarte deutlich weniger Bremswirkung im europäischen Prozess, eine liberalere und optimistischere Politik, die nach vorne schaut. Der Wert einer europafreundlichen Politik muss auch stärker der Bevölkerung vermittelt werden.
Frage: Wie soll dies geschehen?
PIEPER: Aus meiner Sicht wären die Vorteile einer europäischen Wertegemeinschaft mit einer gemeinsamen Friedens- und Außenpolitik, aber auch einer gemeinsamen Grundrechtscharta zu betonen, statt Skepsis und Neid zu kommunizieren, wie es bei Regierungschef KACZYNSKI bislang der Fall gewesen ist.
Frage: Wird es Staatspräsident LECH KACZYNSKI nun der Regierung schwer machen?
PIEPER: Er kann ja von seinem Veto-Recht Gebrauch machen. Von daher wird es für die neue Regierung nicht einfach werden. Man kann nur an den Präsidenten appellieren, Polens Zukunft nicht zu blockieren.
Frage: Was kann die Bundesregierung dazu leisten?
PIEPER: Es geht nicht, dass sich die Regierung weiter ihre Polen-Politik von den Vertriebenen-Verbänden diktieren lässt. Hier ist ein kraftvolles Zeichen des Vertrauens notwendig.
Frage: Ein Zentrum für Vertreibung sollte aufgegeben werden?
PIEPER: Ich bin gegen ein deutsches Zentrum, gegen das Konzept des Bundes der Vertriebenen. Ich bin für ein europäisches Zentrum, die Aufarbeitung der gemeinsamen europäischen Geschichte in dieser Frage. Als Ort möchte ich Görlitz vorschlagen.
AUSZEICHNUNG
der deutschen Frauen-Fußball-Nationalmannschaft
mit dem
„LIBERTA“-Ehrenpreis
in Anwesenheit von Mitgliedern des Fußball-Weltmeisterschaftsteams
und im Rahmen der Verleihung des Bürgerinnenpreises „LIBERTA“
mit, u.a., CORNELIA PIEPER,
HANS-DIETRICH GENSCHER und GUIDO WESTERWELLE
am Mittwoch, 24. Oktober 2007,
um 18.30 Uhr
im Eugen-Gutmann-Haus der Dresdner Bank,
Pariser Platz, 10117 Berlin-Mitte.
Dienstag, 2. Oktober 2007
Die aktuellen und demnächst anstehenden Aufgaben in Gardelegen waren jetzt Inhalt eines Bürgermeistergesprächs zwischen Konrad Fuchs (SPD) und der FDP-Bundestagsabgeordneten Cornelia Pieper.
In den Jahren nach der Wende hat sich vieles getan in Gardelegen. Die Infrastruktur wurde verbessert, die meisten Häuser wurden – dank auch der unzähligen Privatinitiativen den Fördermitteln für die Altstadtsanierung – saniert. Neben der Infrastruktur hat sich die wirtschaftliche Situation in der Region und der Stadt Gardelegen stetig verbessert. Gardelegen ist seit jeher nach Stendal und Salzwedel die bedeutendste Stadt in der Altmark. Die Einwohnerzahlen von Gardelegen pendeln je nach äußeren, zeitgeschichtlichen Einflüssen seit etwa 150 Jahren um die 10.000 – Marke, aktuell 11.400 Einwohner.
Bürgermeister Fuchs bat die Bundestagsabgeordnete Pieper ausdrücklich, sich in Berlin dafür einzusetzen, dass die Gewerbesteuer erhalten bleibt. „Wenn die Gewerbesteuer den Kommunen entzogen wird, kann ich die Wirtschaftsförderung einstellen. Wozu bemüht man sich, wenn man nicht mehr ernten darf?“.
Frau Pieper macht Bürgermeister Fuchs auf ein neues Vorhaben der Bundesregierung aufmerksam. Der Bund hilft kleinen Unternehmen, indem er Zuschüsse für externe Berater zahlt. Hierbei geht es nicht um Unternehmensberater im eigentlichen Sinn, sondern um eine Zusammenarbeit der kleinen Unternehmen mit den Universitäten und Privaten Forschungsinstituten. Pieper: „Es ist vielleicht die wichtigste Entscheidung der Politik für die ostdeutsche Industrieforschung seit Jahren. Die Forschung bekommt damit einen zusätzlichen Anreiz, direkt mit kleinen und mittleren Firmen zusammenzuarbeiten.“
|