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Förderverein Freies Gymnasium Geiseltal erhält prominente Unterstützung. Der Kreisvorstand der FDP brachte die Vereinsmitglieder Dienstagnachmittag mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Bildungsausschusses des Bundestags, Cornelia Pieper (FDP), an einen Tisch.
Sie zeigte sich nicht nur begeistert vom Engagement des Vereins, der ab 2007 ein Gymnasium mit naturwissenschaftlich-technischer Ausrichtung in freier Trägerschaft in Mücheln betreiben will. Die Politikerin wird sich auch persönlich um einen Gesprächstermin im Kultusministerium bemühen, damit die Antragsformulare vollständig und fristgerecht bis zum Jahresende abgegeben werden können.
"Ich finde es bewundernswert, wie sie in Bildung und damit in Zukunft investieren wollen", sagte Cornelia Pieper nach der Vorstellung des Vereinskonzepts. Sie zeigte sich sehr gut informiert über die weiteren nötigen Schritte und machte den Mitgliedern Mut, ihr Ziel weiter zu verfolgen.
Während der öffentlichen Veranstaltung, zu der einige interessierte Einwohner in den Ratskeller Mücheln gekommen waren, wurde erstmals auch das pädagogische Konzept für das Freie Gymnasium Geiseltal vorgestellt. Ausgehend von der Jenaplan-Pädagogik ist demnach zunächst der Unterricht von der fünften bis zur zehnten Klasse mit jeweils 40 bis 50 Schülern pro Jahrgang - also zweizügig - angedacht. Er soll in Stammgruppen, jahrgangsübergreifend und in Arbeitskreisen erfolgen.
Zu einer Ganztagsbetreuung zwischen 7 und 16 Uhr gehört weiter ein fester Tagesrhythmus, der aber ohne Klingel auskommt. Förderkurse und eine qualifizierte Hausaufgabenbetreuung sind ebenso integriert wie so genannte Leonardo-Kurse für Schüler mit besonderem Interesse an einem Fachgebiet. Im Unterschied zur staatlichen Schule soll es nur aller zwei Jahre Ziffernzeugnisse geben. Darüber hinaus wird bei Leistungsvergleichen größerer Wert auf das Problemlösen und Werten gelegt als auf die Wiedergabe von Wissen und sein Anwenden. André Störr vom Vereinsvorstand machte keinen Hehl daraus, dass ihm und seinen Mitstreitern die Finanzierung des Projekts weiterhin große Bauchschmerzen bereitet. Bis zum Ende dieses Monats versprach er nichtsdestotrotz die Vorlage eines Finanzkonzeptes.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung - Neuer Landbote - 15.11.2006