
Die FDP-Bundestagsfraktion hat mehr staatliche Unterstützung für Schulen in freier Trägerschaft gefordert. Derzeit verhinderten die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen einen fairen Wettbewerb zwischen den Schulträgern, heißt es in einem Positionspapier. Die Konsequenz sei eine erhebliche finanzielle Belastung der betroffenen Familien.
Betreiber der Schulen in freier Trägerschaft sind in Deutschland vielfach die Kirchen, aber auch zahlreiche private Betreiber. In der Bundesrepublik gibt es rund 4.500 Schulen in freier Trägerschaft, die von mehr als 850.000 Schülern besucht werden. In den vergangenen zehn Jahren gab es dabei eine deutliche Steigerung. Rund 61 Prozent aller Kindergärten werden in freier Trägerschaft geführt, aber nur rund drei Prozent der Grundschulen.
Die FDP plädiert dafür, alle Schulen unabhängig von der Trägerschaft bei Personal-, Gebäude-, Sach- und Unfallversicherungskosten gleich zu behandeln. Das würde jedem Kind den Besuch einer Schule in freier Trägerschaft ermöglichen, meinte Meinhardt. Bisher übliche Elternbeiträge könnten damit gesenkt oder abgeschafft werden.
Schulen in freier Trägerschaft seien «häufig Motor für neue, innovative pädagogische Modelle», betont die FDP unter Verweis auf den Aufbau von Ganztagsangeboten und die individuelle Förderung der Schüler. Am Mittwochnachmittag stand zu diesem Thema in Potsdam ein Kongress der Liberalen an.