
In Bad Dürrenberg hat die Elterninitiative, die sich für bessere Lernbedingungen in der Borlach-Sekundarschule engagiert, Unterstützung von Cornelia Pieper bekommen. Am 02. Juni 09 kam es zum zweiten Besuch von ihr und zu einer öffentlichen Veranstaltung.
Hintergrund dafür ist der schlechte Zustand des Schulgebäudes. Der DDR-Plattenbau aus den 1960ern ist starkt sanierungsbedürftig: Putz bröckelt im Schulhaus und Schimmel hat sich gebildet, die viel zu grossen alten Fenster sind "blind". Deswegen hat der Landkreis für die Schule EU-Fördermittel beantragt und sie in der Kreisprioritätenliste auf Platz 1 gesetzt. Das Geld sollte für den Umzug in das Gebäude des ehemaligen Novalis-Gymnasiums verwendet werden. Das Haus steht inzwischen seit 2 Jahren leer, jedoch ist nun ein teurer Umbau und Sanierungen notwending, inkl. einer neuen Turnhalle. Das dafür erarbeitete Konzept fiel aber im zuständigen Kultusministerium in Magdeburg ohne genaue Angabe von Gründen durch. Die Vorschläge der Schule erfüllen nicht die notwendigen Qualitäts-Standards für das Fördermittelprogramm. Das Ergebnis: Kein Geld fließt und alles bleibt vorläufig beim Alten.

Pieper: "Das Konzept "Lebenswegplanung" der Sekundarschule begeistert nicht nur mich, auf mehreren Veranstaltungen wurde es bereits gewürdigt. Vor allem bin ich von der guten Zusammenarbeit von Eltern, Schülern und Lehrern beeindruckt. Deren Engagement und die Leidenschaft, mit der sich alle an der Umsetzung des Konzeptes beteiligen, begeistern mich immer wieder.
Leider entspricht das Engagement vor Ort nicht annähernd der Substanz des Schulgebäudes. Es ist eine Zumutung für Lehrer und Schüler unter diesen Bedingungen zu lehren und zu lernen. Das überaus gute Konzept der Ganztagsschule allein reicht nicht aus, um die Schüler der Region zu motivieren, diese Schule zu besuchen. Sie kommen i.d.R. aus Grundschulen, die den modernsten Standards entsprechen und müssen sich dann in einem vollkommen maroden Schulgebäude auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten. Ein Abwanderung in andere umliegende Schulen bis ins Nachbarbundesland Sachsen findet statt. Dies kann bei einer Stadt mit über 10.000 Einwohnern nicht gewollt sein."