
Der Bundestag hat grünes Licht zum Architektenwettbewerb für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal auf dem Berliner Schlossplatz gegeben. Außerdem beschloss das Parlament in der Nacht zum Freitag mit den Stimmen von Union, SPD und FDP, dass auch Leipzig «als Stadt der Friedensgebete und Freiheitsdemonstrationen» eine «angemessene Würdigung» erhalten soll. Insgesamt hat der Bundestag 15 Millionen Euro bewilligt.
In Berlin solle das Denkmal in Mitte gegenüber dem Stadtschloss «auf dem abgeräumten Sockel der Monarchie» entstehen. Auf der sogenannten Schlossfreiheit stand früher das Denkmal Kaiser Wilhelm I. Darunter ist auch ein großes Dokumentationszentrum der europäischen Freiheitsgeschichte und der deutschen Herbstrevolution von 1989 geplant. Die Entwürfe für das Denkmal sollen zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 2009 vorgestellt werden.
Cornelia Pieper unterstützt von Beginn an die Initiative der Deutschen Gesellschaft. Bereits anlässlich des 10. Jahrestages der Deutschen Einheit war ein internationaler Wettbewerb unter der Überschrift „Wir sind das Volk! – Wir sind ein Volk!“ angedacht. Das Denkmal soll Rückblick, aber auch Anstoß sein, Anstoß, den demokratischen Aufbruch jener Tage fortzusetzen, sich regende alte Geister zu bannen und Demokratie und Einheit zu festigen. Das Denkmal soll symbolischer Mittelpunkt und Treffpunkt der streitbaren Demokratie werden.